FAQ

Finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.

Einspeisung

Anmeldung und Inbetriebnahme

Was ist eine Erzeugungsanlage nach EEG und KWKG?

Bestimmte Anlagen erzeugen Strom, den man ins öffentliche Stromnetz einspeisen kann. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Solaranlagen auf Dächern oder großen Freiflächen
  • Windräder, die mit Wind Energie erzeugen
  • Biogasanlagen, die aus organischen Materialien Strom gewinnen
  • Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen
  • Kombinierte Anlagen, die verschiedene Technologien wie Solar und Kraft-Wärme-Kopplung miteinander verbinden

Kleine Solaranlagen, wie zum Beispiel Balkonkraftwerke und Steckersolargeräte, sind meist steckerfertig und einfach zu installieren. Sie sollen in der Regel keinen Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Deshalb braucht man dafür keine Genehmigung. Allerdings muss man sie im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur anmelden.

Wie kann ich meine Erzeugungsanlage anmelden?

Wenn Sie eine Solaranlage, ein Blockheizkraftwerk oder eine andere Anlage zur Stromerzeugung betreiben möchten, die Strom ins öffentliche Netz einspeist, müssen Sie diese bei der RheinNetz anmelden. Das geht ganz einfach über unser Online-Portal und das digitale Anmeldeformular.

Wichtig zu wissen:
Wir kümmern uns nur um die Anmeldung zur Netzeinspeisung. Für die Planung und den Einbau Ihrer Anlage wenden Sie sich bitte an einen Fachbetrieb Ihrer Wahl.

Wenn Sie Ihre Anlage bereits geplant haben, benötigen wir folgende Angaben:

  1. Art und Standort zur Anlage
    Zum Beispiel: Welche Art von Anlage ist es (z. B. Solaranlage oder Blockheizkraftwerk)? Wie wird der Strom eingespeist? Wo befindet sich die Anlage (Lageplan)?

  2. Technische Anlagendaten
    Welche Anlagenleistung planen Sie? Wie hoch ist jeweils die Modul- und Wechselrichterleistung der Anlage? Wie ist Ihr Standort aktuell an unserem Netz angeschlossen (z.B. Niederspannung oder Mittelspannung)?

  3. Eigentumsverhältnisse
    Wer ist Eigentümer des Gebäudes oder Grundstücks, auf dem die Anlage installiert wird?

  4. Adressen und Kontakte
    Angaben zu Ihnen als Betreiber, zum Installateur oder Planer der Anlage und zu Ihrem Elektriker.

  5. Antrag abschicken
    Bevor Ise den Antrag abschicken erhalten Sie eine Zusammenfassung Ihrer Angaben zum Kontrollieren. Nach dem Absenden erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung von uns.
Meine Anschlusszusage ist abgelaufen. Was muss ich tun?

Wenn Sie die Anschlusszusage nicht innerhalb von sechs Monaten bestätigt oder unterschrieben zurückgeschickt haben, wurde die für Sie reservierte Einspeisekapazität im Netz wieder freigegeben.

Falls Sie weiterhin Strom ins Netz einspeisen möchten, müssen Sie Ihre Anlage erneut über das Online-Portal anmelden. 

Nach Eingang der unterschriebenen und bestätigten Anschlusszusage haben Sie weitere sechs Monate Zeit, Ihre Anlage zu bauen und in Betrieb zu nehmen.

Wie kann ich einen Zähler für meine Erzeugungsanlage beantragen?

Die Beantragung von neuen Zählern oder einem Zählerwechsel erfolgt durch Ihren Elektrofachbetrieb. Im Anmeldeprozess der Erzeugungsanlagen und auf dieser Webseite werden Ihnen das auszufüllende Formular „Inbetriebsetzungsantrag Strom“ zur Verfügung gestellt. Bei weiteren Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter! 

Welche Voraussetzungen muss der Wechselrichter meiner PV-Anlage erfüllen?

Seit Februar 2025 dürfen wir als Netzbetreiber Ihren geplanten Wechselrichter nur dann zulassen, wenn dieser im Zentralen Register für Einheiten- und Komponentenzertifikate (ZEREZ) eingetragen und den Status gültig führt. 

hier geht es zum ZEREZ

Bitte prüfen Sie daher vor Ihrer Anmeldung, ob die geplanten Wechselrichter verwendet werden können und gehen Sie bitte dafür auf Ihren Anlagenplaner bzw. Elektrofachbetrieb zu.

Wer schließt meine Erzeugungsanlage an und nimmt sie in Betrieb?

Wichtiger Hinweis zur Installation Ihrer Anlage:

Damit alles sicher und korrekt läuft, muss der Anschluss und die Inbetriebnahme von einem Elektrofachbetrieb übernommen werden, der im Installateurverzeichnis eingetragen ist. Am besten wenden Sie sich direkt an einen Fachbetrieb Ihrer Wahl und vereinbaren einen Termin.

Bitte beachten Sie außerdem:

Wenn Sie eine Erzeugungsanlage (z. B. Solaranlage) ans Niederspannungsnetz anschließen und netzparallel betreiben möchten, gelten bestimmte technische und rechtliche Vorgaben. Dazu gehören:

  • die aktuellen DIN- und DIN VDE-Normen (z. B. DIN VDE 0100-551, VDE-AR-N 4105, DIN VDE 0100-712, DIN VDE 0126),
  • die aktuell geltenden Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der RheinNetz GmbH,
  • die Vorschriften zum Arbeits- und Unfallschutz der zuständigen Berufsgenossenschaften,
  • sowie alle geltenden gesetzlichen und behördlichen Vorgaben.

Wenn Sie Fragen dazu haben oder Unterstützung brauchen, helfen wir Ihnen gerne weiter!

Was muss ich bei einem Anschluss eines Speichers ans öffentliche Netz beachten?

Bei dem Anschluss eines Speichers an das Niederspannungsnetz sind die technischen Vorgaben der VDE-AR-N 4105 und dem FNN-Hinweis „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“ zu beachten.

Sie können mit dem Datenblatt „Speichersysteme“ einen Speicher bei uns im Netzgebiet anmelden. Durch die gesetzliche Änderung aus den letzten Jahren dürfen Speicher nun auch aus dem Netz und der Erzeugungsanlage beziehen und den Strom wiederum in Netz einspeisen. Bitte geben Sie daher Ihr geplantes Anschlusskonzept mit an. Bei Fragen zu dem Thema helfen wir Ihnen gerne weiter.

Was muss ich bei mehreren Anlagen auf meinem Grundstück beachten?

Wenn Sie innerhalb von 12 aufeinanderfolgenden Monaten mehrere Photovoltaikanlagen auf demselben Grundstück oder Gebäude und hinterm selben Netzanschluss installieren, werden diese laut EEG § 9 als eine große zusammengefasste Anlage gewertet – egal, wem die einzelnen Anlagen gehören.

Das kann Folgen haben:

  • Technik: Ab einer Gesamtleistung von über 25 kWp brauchen Sie eine zusätzliche Fernsteuerungseinrichtung, z. B. einen Funkrundsteuerempfänger oder Rundsteuerempfänger (gebietsabhängig) bzw. Fernwirkanlage bis zum Einbau eines intelligenten Messystem und erfolgreich geprüfter Steuerbox.
  • Vergütung: Bei Gebäude-Photovoltaikanlagen sind die Vergütungssätze derzeit gestaffelt (aktuell bei <10, <40 und <100 kWp), daher kann die jeweils zuletzt in Betrieb genommene Anlage durch die Zusammenfassung in die nächsthöhere Kategorie fallen. 

Tipp: Ihr Elektrofachbetrieb kann Ihnen genau sagen, ob und was sich bei Ihrer Anlage ändert. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich am besten frühzeitig fachlicher Rat.

Anlagenerweiterung oder Änderung

Ich plane, meine bestehende Erzeugungsanlage zu erweitern – muss ich das vorher anmelden?

Ja, wenn Sie Ihre bestehende Erzeugungsanlage erweitern oder deren Leistung erhöhen möchten, ist das meldepflichtig. Das bedeutet: Sie müssen den geplanten Ausbau beim zuständigen Netzbetreiber anmelden.

Der Grund dafür ist, dass jede Änderung an Ihrer Anlage Auswirkungen auf das Stromnetz haben kann – insbesondere, wenn mehr Strom eingespeist wird als bisher. Der Netzbetreiber prüft dann, ob das Netz die zusätzliche Einspeisung aufnehmen kann und ob eventuell technische Anpassungen notwendig sind.

Damit alles reibungslos läuft, empfehlen wir, sich frühzeitig mit dem Netzbetreiber in Verbindung zu setzen und die Erweiterung abzustimmen.

Die Anmeldung erfolgt im Online-Portal: Anschlussanfrage für Netzanschluss und Einspeiser

Ich möchte meine Erzeugungsanlage verkleinern oder außer Betrieb nehmen. Was muss ich dabei beachten?

Falls sich die Einspeisemenge Ihrer Anlage reduziert oder ganz entfällt, bitten wir Sie, sich möglichst zeitnah telefonisch oder schriftlich mit unserem Kundenservice unter einspeiser-anschluesse@rng.de in Verbindung zu setzen. Gemeinsam finden wir eine Lösung und sorgen dafür, dass alle notwendigen Schritte schnell und unkompliziert umgesetzt werden können.

Ich möchte das Messkonzept meiner bestehenden Anlage wechseln, z.B. von Volleinspeisung zu Überschusseinspeisung. Was wird dafür benötigt?

Für eine Änderung des Messkonzeptes und damit verbundenen Vergütungsart benötigen wir von Ihnen das dafür erforderliche Dokument.

Hier benötigen wir von Ihnen die Angaben zum Anlagenbetreiber, Standort und zusätzliche Formulare bei Wechslungen bzw. Neustellungen von Zählern für das neue Messkonzept.:

  • Inbetriebsetzungsantrag Strom für die Wechslung oder Ausbau von alten Zählern
  • einpoliger Stromlaufplan
  • Foto der Zählerstände von Zählern der Wechslung bzw. Ausbau

Bei weiteren Fragen zu einem Messkonzeptwechsel stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Der Anlagenbetreiber meiner Anlage ändert sich – wie melde ich das an?

Für die Änderung des Anlagenbetreibers wird das Einreichen eines Formulars „Wechsel des Anlagenbetreibers“ und der dazugehörenden Nachweise wie z.B. ein Kaufvertrag oder Sterbeurkunde erforderlich.

Bitte halten Sie für den Wechsel des Anlagenbetreibers folgende Daten bereit:

  • Grund des Wechsels
  • Art der Erzeugungsanlage
  • Angaben zum Anlagenstandort 
  • Angaben zum neuen Anlagenbetreiber (Kontaktdaten, Kontodaten etc.)
  • Angaben des alten Anlagenbetreiber 
  • Nachweise für den Grund des Wechsels 

Bei weiteren Fragen zu einem Messkonzeptwechsel stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Abrechnung

Wann erhalte ich meine erste Einspeisevergütung und wie hoch fällt diese aus?

Nachdem Sie Ihre Messeinrichtung eingebaut haben, müssen Sie wie angekündigt die restlichen Unterlagen einreichen. Erst wenn alle Daten vorliegen – einschließlich der Angaben für die Auszahlung – kann die Vergütung freigegeben werden. Die Auszahlung erfolgt nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz jeweils am 15. des Monats.

Die Höhe Ihrer ersten Abrechnung ist individuell. Anhand Ihrer Angaben im Kundendaten- und Inbetriebsetzungsblatt erstellt unsere Abrechnungsabteilung einen Abschlagsplan für Sie. Dieser Abschlagsplan wird Ihnen auf dem Postweg zugestellt. Darin finden Sie Ihre monatlichen Zahlungen (Abschläge).

Die gültigen Vergütungssätze hängen von Faktoren wie dem Inbetriebnahmedatum, der Anlagenleistung und der Art der Erzeugung ab. Deshalb können wir an dieser Stelle keine genaue Summe nennen. Die aktuellen Fördersätze für Ihre Anlage finden Sie auf der Website der Bundesnetzagentur.

Bei Fragen zur Abrechnung stehen wir Ihnen unter der Rufnummer 0221 178 66693 gerne zur Verfügung.

Wie erfolgt die Abrechnung bzw. die Auszahlung der Einspeisevergütung?

Die Abrechnung erfolgt erst nach Abschluss des Anmeldprozesse und der jährlichen Übermittlung des aktuellen Zählerstandes. 

Falls Sie bereits ein intelligentes Messsystem installiert haben, werden die Messwerte über eine digitale Schnittstelle direkt an uns übermittelt und verwendet. Deshalb benötigen wir in diesem Fall keine Meldung von Ihnen.

Was ist bei einer Stromsteuerbefreiung zu beachten?

Die Höhe der gesetzlichen Förderung (anzulegender Wert) verringert sich für Strom, der durch ein Netz durchgeleitet wird und der von der Stromsteuer nach dem Stromsteuergesetz befreit ist, um die Höhe der Kilowattstunde gewährten Stromsteuerbefreiung.

Zur Ermittlung der zulässigen Vergütungshöhe durch den Netzbetreiber ist es notwendig, dass der Anlagenbetreiber zu einer Stromsteuerbefreiung eine Mitteilung macht.

Wo kann ich meine Zählerstände melden?

Ihren Zählerstand können Sie uns jederzeit über das auf der Homepage der RNG hinterlegte Formular melden.

Warum werden die Einspeisevergütung und meine Stromrechnung nicht miteinander verrechnet?

Die in das allgemeine Verteilnetz eingespeiste Energie Ihrer Erzeugungsanlage wird durch den Verteilnetzbetreiber (hier die RheinNetz GmbH) vergütet. Die Abrechnung des Stroms, den Sie aus dem Netz beziehen, erfolgt durch den jeweiligen Stromversorger (z. B. Ihr Stadtwerk). Durch die Vorgabe des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) muss eine strikte Trennung zwischen Stromversorger und Verteilnetzbetreiber gegeben sein. Aus diesem Grund können Ihre Stromrechnung und die Einspeisevergütung nicht miteinander verrechnet werden.

Ich benötige einen Einspeisevertrag. Woher bekomme ich den?

Wenn Sie im etzgebiet der RheinNetz wohnen, können Sie Ihre Stromerzeugungsanlage ganz einfach online bei uns anmelden. Einen extra Vertrag für die Einspeisung brauchen Sie nicht. Sie erhalten von der Abrechnungsabteilung schriftlich die Übersicht der künftigen Abschlagszahlungen der eingespeisten Strommengen.

Ich habe noch keine Steuernummer vom Finanzamt bekommen. Ist das schlimm?

Wen Sie die 19 % Umsatzsteuer nutzen möchten, benötigt der Netzbetreiber Ihre Steuernummer, um die Vergütung auszuzahlen. Bitte senden Sie Ihre Steuernummer so schnell wie möglich nach und geben Sie zunächst Ihre aktuelle Steuernummer an.

Woher weiß ich, wie hoch mein Umsatzsteuersatz ist?

Welcher Usatzsteuersatz für Sie gilt, hängt von Ihrer individuellen steuerlichen Situation ab. Diese Information erhalten Sie direkt bei Ihrem zuständigen Finanzamt oder von Ihrem Steuerberater. Dort können Sie klären, ob für Ihre Anlage die Regelbesteuerung (19 %) oder eine andere Option zutrifft.

Messung

Was ist ein RLM-Zähler?

Die Abkürzung RLM steht für die registrierte Lastgangmessung. Ein solcher RLM-Zähler ist bei Einspeiseanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW verpflichtend. Er wird aber auch schon z. B. bei einem Verbrauch von ca. 100.000 kWh pro Jahr verbaut. 

Der RLM-Zähler misst viertelstündlich den Verbrauch, die Leistung und die Blindarbeit und sendet diese Werte an den Messstellenbetreiber.

Ab welchem Leistungswert wird eine Wandlermessung nötig?

Grundsätzlich wird ab einer Anlagenleistung von 30 kW eine Wandlermessung erforderlich. Neben der Leistungsgrenze wird in jedem Fall bei Kunden mit einer Belastung >60 A (bei einer Dauerstrombelastung >32/44A) bzw. bei einer Mittelspannungsmessung eine Wandlermessung installiert (die Bestandteile des Messsatzes werden von dem VNB festgelegt).

Weitere Informationen finden Sie in unseren Technischen Anschlussbedingungen (TAB).

Was kostet der Zähler für eine Erzeugungsanlage?

Die Höhe der von der Bundesnetzagentur genehmigten Messentgelte entnehmen Sie bitte dem Preisblatt auf unserer Homepage.

Ich habe das Gefühl, mein Zähler misst nicht richtig. Was muss ich tun?

Bitte sprechen Sie zuerst Ihren Elektroinstallateur an, wenn Sie Unstimmigkeiten in der Messeinrichtung feststellen. 

Kann dieser das Problem nicht beheben, wenden Sie sich gerne an uns. Es wird dann gemeinsam entschieden, ob eine Zählerüberprüfung oder ein Zählerwechsel vorgenommen werden soll.

Wer liest wann den Zähler ab?

Eine Ablesung der Zähler muss durch den Anlagenbetreiber gemäß seiner Meldepflicht zur Jahresendabrechnung selbst durchgeführt werden. Die Zählerstände sind anschließend über die Homepage zu erfassen bzw. können in Ausnahmefällen per Mail mitgeteilt werden.

Falls Sie bereits ein intelligentes Messsystem installiert haben, werden die Messwerte über eine digitale Schnittstelle direkt an uns übermittelt und verwendet. Deshalb benötigen wir in diesem Fall keine Meldung von Ihnen.

Wie lese ich den Zähler ab? Was bedeuten die OBIS Kennzahlen?

Jeder Zweirichtungszähler hat zwei verschiedene Laufwerke eines für die Zählung des Bezugs und der Einspeisung. 

Für eine eindeutige Identifikation von diesen Messwerten (Energiemengen, Zählerstände) und auch abstrakter Daten beim elektronischen Datenaustausch zwischen den beteiligten Kommunikationspartnern (Netzbetreiber, Stromlieferant) werden die OBIS-Kennzahlen, was für "Object Identification System“ steht, verwendet. 

OBIS-Kennzahlen sind internationaler Standart und in IEC 62056-61 für das Medium elektische Energie veröffentlicht. Die häufigsten verwendeten OBIS-Kennzahlen bei Haushalts-, Kleingewerbe- und Einspeiseanlagen sind:

OBIS 1.8.1 Wirkarbeit Bezug Tarif 1 (Zählerstand zeitabhängiger Tarif 1)

OBIS 1.8.2 Wirkarbeit Bezug Tarif 2 (Zählerstand zeitabhängiger Tarif 2)

OBIS 1.8.0 Wirkarbeit Bezug gesamt (Summe aller tarifunterschiedenen Zählerstände)

OBIS 2.8.1 Wirkarbeit Lieferung Tarif 1 (Zählerstand zeitabhängiger Tarif 1)

OBIS 2.8.2 Wirkarbeit Lieferung Tarif 2 (Zählerstand zeitabhängiger Tarif 2)

OBIS 2.8.0 Wirkarbeit Lieferung (Summer aller tarifunterschiedenen Zählerstände "Einspeisung")

Da es bei der Lieferung keine unterschiedlichen Tarife gibt, werden in der Abrechnung zur Lieferung die OBIS-Kennzahlen 2.8.1 und 2.8.2 addiert und als 2.8.0 ausgewiesen.

ZEREZ-Register

Was ist das ZEREZ-Register?

Das Zentrales Register für Einheiten- und Komponentenzertifikate – kurz ZEREZ – ist eine zentralisierte Datenbank, welche alle geprüften und gültigen Zertifikate von Hersteller von Einheiten oder Komponenten für elektrische Erzeugungsanlagen beinhaltet. Die Pflicht für die Hersteller der Eintragung und Verwendung im ZEREZ beruft sich aus der NELEV und gilt seit dem 01.02.2025.

Wofür gibt es das ZEREZ-Register?

ZEREZ ist eine zentrale Plattform, die den Austausch zwischen allen Beteiligten bei der Zertifizierung von Anlagen und Komponenten sowie bei Betriebserlaubnisanträgen einfacher, digitaler, schneller und einheitlicher macht.

Das System entstand auf Initiative und in Zusammenarbeit verschiedener Marktakteure wie Netzbetreibern und Herstellern.

Welche Aufgaben kommen auf mich als Anlagenbetreiber zu?

Sie haben keine weiteren Aufgaben. Dieses Register ist nur für Hersteller von Komponenten und Einheiten von elektrischen Anlagen sowie den Netzbetreiber und Planer. 

Als Anlagenbetreiber haben Sie keine Registrierungspflicht, müssen aber die ZERZ-ID im Anmeldeprozess der Erzeugungsanlage beim Netzbetreiber einreichen.

Wo gebe ich meine ZEREZ-ID für die Wechselrichter an?

Wenn Sie eine Erzeugungsanlage bei der RheinNetz anmelden möchten, geben Sie die ZEREZ-ID bei Anlagen kleiner 30 kW direkt bei Anmeldung im Einspeiserportal an. 

Im Prozess der Erzeugungsanlagen größer 30 kW und allen weiteren Energieträgern (z.B. BHKWs) werden die ZEREZ-IDs im Formular „Kundendaten- und Inbetriebnahmeblatt“ abgefragt und vom Netzbetreiber geprüft.

Wir als RheinNetz akzeptieren keine PDF-Zertifikate von Erzeugungseinheiten und anderen elektrischen Komponenten.

Mieterstrom

Was versteht man unter einer Mieterstromanlage?

Unter einer Mieterstromanlage versteht man die Verteilung von PV-Stroms innerhalb eines Gebäudes und der Kundenanlage an die Mieter des Gebäudes. Hierbei gibt es eine Übergabemessung zum öffentlichen Verteilnetz.

Wichtig: Der Netzanschuss muss eine Direktleitung sein, d.h. Der Kundenanlagenbetreiber darf seinen Strom nicht durch ein nachgelagertes, privates Leitungssystem den Strom an mehrere Gebäude verteilen. Hierfür gelten die Vorgaben und Richtlinien eines geschlossenen Verteilnetzes nach §100 EnWG.

Welche Messkonzepte kann ich bei einer Mieterstromanlage anwenden?

Bei Mieterstrom gibt es nach dem VBEW aktuell vier verschiedene Messkonzepte, welche in unserm Netzgebiet angemeldet werden können.

Die meistbenutzen Messkonzepte sind das MK D3 und MK D4. 

Bei MK D3 wird ein physischer Summenzähler und Erzeugungszähler installiert. Der Gesamtverbrauch wird durch den Zähler gemessen und kann dann je nach Teilnahme der Mieter verrechnet werden. Für die Umsetzung des Messkonzeptes können moderne Messeinrichtungen (mME bzw. eHZ) für die Teilnehmer verwendet werden. Um diese von den Nicht-Teilnehmern abgrenzen zu können, werden für diese intelligente Messsysteme (iMSys) bzw. RLM-Messungen mit viertelstunden-Messwerten benötigt.

Das andere Messkonzept MK D4 ist eine Mieterstrommodell mit einem virtuellen Summenzähler und einem physischen Erzeugungszähler. Um dieses Messkonzept umzusetzen, müssen alle Messtellen innerhalb der Kundenanlage mit iMSys oder RLM-Messungen ausgestattet sein. Die Abrechnung kann nur mit 15min-Messwerten erfolgen, da sich der Gesamtverbrauch rein rechnerisch zusammensetzt.

Wie melde ich eine Mieterstromanlage an?

Die Anmeldung der PV-Anlage für das Mieterstrommodell erfolgt über den aktuell möglichen Wegen. Im Laufe des Anmeldeprozess sind für Anmeldung der Mieterstromanlage weiter Formular einzureichen. 

Folgende Unterlagen werden nach Zählerfreigabe (inklusive systemseitigen Aufbau des Messkonzeptes) für den Aufbau der Mieterstromanlage erforderlich:

  • Datenblatt „Anmeldung einer Kundenanlage“
  • Übersicht der Stromzähler mit Angaben zur Teilnahme und Messstellenbetrieb
  • Ggf. Datenblatt „Inanspruchnahme des Mieterstromzuschlags“

Wichtig für die Anmeldung: Das Messkonzept kann nur umgesetzt und abgerechnet werden, wenn jede Messstelle mit der erforderlichen Messeinrichtung ausgestattet ist.

Was versteht man unter dem Mieterstromzuschlag?

Der Mieterstromzuschlag ist eine finanzielle Förderung für Strom, der direkt an Mieter in einem Gebäude geliefert wird, in dem er erzeugt wurde – zum Beispiel durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. 

Ziel ist es, Mietern die Nutzung von lokal erzeugtem, erneuerbarem Strom zu ermöglichen. Der Zuschlag wird zusätzlich zur Einspeisevergütung gezahlt und ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt.

Die Anmeldung erfolgt über das dazugehörige Anmeldeformular.

gemeinschaftliche Gebäudeversorgung

Was versteht man unter einer gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung (gGV)?

Die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (gGV) ist ein neues Modell für die Verteilung von Strom einer PV-Anlage an Mieter innerhalb eines Gebäudes. Mit dem Solarspitzengesetz wurde eine weitere Option dem Anlagenbetreiber einer Anlage und Vermieter des Gebäudes zur Verfügung gestellt. Hierbei wird mittels einer rechnerischen Aufteilungsschlüssels der PV-Strom je 15min Messintervall auf die Teilnehmer verteilt und abgerechnet. 

Ein großer Vorteil für den Mieter und Vermieter ist, dass jeder Mieter seinen eigenen Lieferanten frei wählen kann.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich für eine Gebäudestromanlage?

Wichtig für die Anmeldung: Das Messkonzept kann nur umgesetzt und abgerechnet werden, wenn jede Messstelle mit einem intelligentem Messsystem oder RLM-Messung ausgestattet ist, welche die 15min-Messwerte zur Verfügung stellen.

Des Weiteren ist der Anlagenbetreiber der gGV dazu verpflichtet einen Gebäudestromnutzungsvertrag gemäß § 42b EnWG mit jedem Teilnehmer abzuschließen. Die Inhalte des Vertrages werden im Energie-Wirtschaftsgesetz (EnWG) aufgeführt. Dieser Vertrag ist dem Netzbetreiber nicht vorzulegen.

Eine technische Voraussetzung beläuft sich drauf, dass der erzeugte PV-Strom nicht durch das öffentliche Netz geleitet werden darf. Der PV-Strom musss innerhalb des Gebäudes bzw. der Nebenanlage verbraucht werden.

Wie melde ich eine gemeinschaftliche Gebäudeversorgung an?

Dieses Modell wird im Anmeldeprozess der PV-Anlage mit folgenden Dokumenten angemeldet:

  1. Angabe des Messkonzeptes MK D5 (siehe VBEW-Handout – Sept. 2024) auf dem Inbetriebsetzungsantrag Strom
  2. Anmeldeformular „Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung inklusive Aufteilungsschlüssel“

Wichtig: Klären Sie vorab mit dem gMSB oder einem 3. MsB die Zählersetzung der iMSys bzw. der RLM-Zähler, dass es zu keinen Verzögerungen im Anmeldeprozess kommt.

Wie teile ich meinen Aufteilungsschlüssel mit?

Sie teilen den Aufteilungsschüssel bei der erstmaligen Anmeldung über die Tabelle im Anmeldformular mit. Sobald innerhalb Ihrer Kundenanlage eine Änderung der Teilnehmer zu einem bestimmten Zeitpunkt angepasst werden soll, können Sie uns die Vorlage-Tabelle für den Aufteilungsschlüssel mit den neuen Teilnehmern und den Daten zu den Nicht-Teilnehmer einreichen.

Balkonkraftwerk

Allgemeine Informationen

Was ist ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk, auch als steckerfertige Solaranlage bekannt, ist eine kleine Photovoltaikanlage, die nicht zwangsläufig auf dem Balkon installiert werden muss – jedoch eignet sich der Balkon aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung oft am besten. Diese Anlage kann in der Regel ohne großen Aufwand am Balkon oder an der Hauswand angebracht werden, sodass Sie Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Kühlschrank oder Fernseher teilweise mit selbst erzeugtem Solarstrom betreiben können.

Erhalte ich eine Einspeisevergütung?

Nein, der Strom, der mit steckerfertigen Anlagen erzeugt wird, soll den Eigenverbrauch decken. Es ist zu erwarten, dass die Menge des eingespeisten Stroms sehr gering sein wird. Außerdem bestätigen Sie bei der Anmeldung eines Balkonkraftwerks, dass Sie auf eine Einspeisevergütung nach dem EEG verzichten.

Aber Vorsicht: Auch wenn unbeabsichtigt eingespeister Strom nicht vergütet wird, ist dennoch eine messtechnische Erfassung durch einen Zweirichtungszähler erforderlich.

Wie viele steckerfertige Anlagen sind pro Stromzähler erlaubt?

Sie dürfen aktuell eine steckerfertige Anlage pro Stromzähler anschließen

Wie viele Kilowattstunden Strom kann ich auf diese weise selbst produzieren?

Wie bei allen stromerzeugenden Anlagen, die von Umwelteinflüssen abhängig sind, variiert das Ergebnis je nach den Gegebenheiten vor Ort. Derzeit wird von einer jährlichen Erzeugung von bis zu 480 Kilowattstunden ausgegangen.

Darf ich ein Balkonkraftwerk mit einem Stromspeicher betreiben?

Ja, Sie dürfen einen Stromspeicher mit dem Balkonkraftwerk betreiben. Ob sich diese Investition lohnt, hängt von der individuellen Situation ab.

Wie viel Leistung darf mein Balkonkraftwerk liefern?

Seit Mitte Mai 2024 dürfen Balkonkraftwerke eine Leistung von 800 Watt in das öffentliche Netz einspeisen. Die zulässige PV-Panelleistung aller Module darf 2000 Watt nicht überschreiten.

Anmeldung

Wie kann ich mein Balkonkraftwerk anmelden?

 
Ihr steckerfertiges Balkonkraftwerk können Sie im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur registrieren. Eine Anmeldung beim Verteilnetzbetreiber ist nicht mehr erforderlich.

Sie benötigen dafür folgende Angaben:

  • Anschlussadresse
  • Technische Anlagendaten des Balkonkraftwerks
  • Modulleistung
  • Wechselrichterleistung
  • Herstellertyp
  • Zählernummer des Stromzählers (Die Zählernummer kennzeichnet Ihre Verbrauchsstelle. Sie finden sie auf Ihrem Stromzähler, auf Ihrer letzten Rechnung oder bei einem Neueinzug in das Übernahmeprotokoll.)
  • Kontaktdaten des Anlagenbetreibers
Wie melde ich leistungsstärkere Balkonkraftwerke an?

Balkonkraftwerke werden derzeit nur bis zu einer Leistungsobergrenze von 800 Watt als Mini-PV-Anlagen eingestuft. Überschreitet die Anlage diesen Wert, muss das steckerfertige Balkonkraftwerk als reguläre Erzeugungsanlage angemeldet werden. In diesem Fall ist die vereinfachte Anmeldung als Balkonkraftwerk nicht mehr zulässig. Auf unserer Seite zu PV-Anlagen finden Sie weitere Informationen zur Anmeldung als Erzeugungsanlage.

Was muss ich beachten, wenn ich ein Balkonkraftwerk zusätzlich zu einer bestehenden PV-Anlage anmelden will?

 
Wenn Sie bereits eine PV-Anlage installiert haben, stellt das steckerfertige Balkonkraftwerk eine Anlagenerweiterung dar. Auch bei einer bestehenden PV-Anlage kann eine steckerfertige Anlage ohne den vollständigen Prozess einer Neuanlage installiert werden und das vereinfachte Verfahren nutzen.

Installation

Welchen Stromzähler benötige ich?

Seit Mai 2024 dürfen Sie ein Balkonkraftwerk mit einem analogen Zähler mit Drehscheibe betreiben. Der Messstellenbetreiber wird diesen gegen einen digitalen Zähler austauschen.

Dürfen Balkonkraftwerke auch in Mietwohnungen angebracht werden?

Es ist in jedem Fall ratsam, den Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft zu kontaktieren, bevor Sie eine steckerfertige Balkon-Solaranlage installieren. Grundsätzlich dürfen steckerfertige Balkonkraftwerke auch in Mietwohnungen angebracht werden. Wenn Sie die Anlage jedoch an der Hauswand oder an der Balkonbrüstung montieren möchten, handelt es sich um eine bauliche Veränderung.

Darf ich ein Balkonkraftwerk mit einem Stromspeicher betreiben?

Ja, Sie dürfen einen Stromspeicher mit dem Balkonkraftwerk betreiben. Ob sich diese Investition lohnt, hängt von der individuellen Situation ab.

Elektromobilität

Muss ich meine Ladeeinrichtung beim Netzbetreiber anmelden?

Ja, sowohl stationäre (z.B. Wallboxen) als auch mobile (über CEE oder Schukosteckdosen) Ladeeinrichtungen müssen dem örtlichen Netzbetreiber gemeldet werden.

Zusätzlich zur Meldepflicht sind Ladeeinrichtungen mit einer > 12 kVA (Summenleistung aller Ladeeinrichtungen) genehmigungspflichtig.

Bitte nutzen Sie die Online-Anmeldung für Ladeeinrichtungen.

Darf ich meine Ladeeinrichtung selbst installieren?

Die Installation einer Ladeeinrichtung ist nur durch einen Elektrofachbetrieb zulässig. Dieser überprüft, ob die Elektroinstallation ausreichend dimensioniert ist und ob die zusätzliche Leistung einer Ladeeinrichtung an Ihrem Hausanschluss noch möglich ist. Zudem übernimmt Ihr Elektriker meist auch die Kommunikation mit uns. 

Muss ich mein Elektrofahrzeug beim Netzbetreiber anmelden?

Nein, Elektrofahrzeuge müssen nicht beim Netzbetreiber gemeldet werden. Nur die Ladeeinrichtung muss angemeldet werden.

Ich möchte eine Ladeeinrichtung installieren, deren Leistung 11 kW nicht überschreitet?

Sie benötigen in jedem Fall einen Elektrofachbetrieb. Dieser prüft, ob der Hausanschluss und Ihre Elektroinstallation samt Zählerplatz geeignet sind.

Bitte nutzen Sie die Online-Anmeldung für Ladeeinrichtungen.

Ich möchte eine Ladeeinrichtung installieren, deren Leistung 11 kW überschreitet?

Bitte nutzen Sie die Online-Anmeldung für Ladeeinrichtungen.

Ich besitze eine eigene Garage oder einen eigenen Stellplatz auf einem Garagenhof bzw. Parkplatz und möchte eine Ladeeinrichtung installieren?

Hat der Garagenhof bereits einen Netzanschluss, erfolgt von diesem der Anschluss Ihrer Garage.

Sollte der Garagenhof noch keinen Stromanschluss besitzen, benötigen hierzu einen neuen Netzanschluss. Grundsätzlich erfolgt die Versorgung von Garagenhöfen nur über einen gemeinsamen Netzanschluss. Bitte besprechen Sie bitte die baulichen Maßnahmen für einen gemeinsamen Netzanschluss mit den Besitzern der anderen Garagen im Vorfeld ab. Ggf. erforderliche Zustimmungen anderer Eigentümer müssen von Ihnen eingeholt werden.

Ein neuer Netzanschluss kann unter Netzanschlussanfrage angefragt werden.

Bitte beachten Sie, dass der Netzanschluss sowie der Zähler für den Netzbetreiber zugänglich sein müssen.

Muss ich meinen Hausanschluss immer entsprechend meiner maximalen Ladeeinrichtung erhöhen?

Nein. Verfügen Sie über mehrere Ladepunkte bestimmt Ihr Elektroinstallateur/Elektroplaner einen Gleichzeitgkeitsfaktor. Darüber hinaus empfiehlt sich die Verwendung eines Lastmanagementsystems. Mittels diesem kann die Ladeleistung eines einzelnen Ladepunkts und die Summenleistung aller Ladepunkte auf einen maximalen Wert gedeckelt werden. 

Muss ich einen eigenen Zähler nur für die Ladeeinrichtung installieren?

In den meisten Fällen ist kein eigener Zähler für die Ladeeinrichtung notwendig. Wenn Sie sich jedoch für Modul 2 (Prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises gemäß §14a EnWG) entscheiden, ist ein separater Zähler für die Ladeeinrichtung Voraussetzung. Es können darüber hinaus weitere Faktoren wie z.B. die Höhe der Leistung oder das gewünschte Messkonzept eine Rolle spielen. Daher empfehlen wir hierzu eine Beratung durch Ihren Elektrofachbetrieb.

Ist mein Anschluss, Zählerschrank/meine Elektroinstallation für den Anschluss einer Ladeeinrichtung geeignet?

Dies muss geprüft werden. Sie benötigen in jedem Fall einen Elektrofachbetrieb. Dieser prüft ob der Hausanschluss und Ihre Elektroinstallation samt Zählerplatz geeignet sind.

Wer schließt die Ladeeinrichtung an?

Die Installation einer Ladeeinrichtung ist nur durch einen Elektrofachbetrieb zulässig. Dieser überprüft, ob die Elektroinstallation ausreichend dimensioniert ist und ob die zusätzliche Leistung einer Ladeeinrichtung an Ihrem Hausanschluss noch möglich ist.

Kann eine Ladeeinrichtung mit einer PV-Anlage gekoppelt werden (Eigenverbrauchsnutzung)?

Ja, eine Ladeeinrichtung ist als Stromverbraucher im Haus einzustufen. Somit besteht die Mögichkeit, den PV-Strom zum Laden des Elektroautos zu nutzen. Für die technische Umsetzung (z.B. Messkonzept) wenden Sie sich bitte an Ihren Elektrofachbetrieb.

Kundenanlagen

Allgemein

Was versteht man unter einer Kundenanlage?

Als Kundenanlagen werden kundeneigene Energieanlagen bezeichnet, die mittels einer Summenmessung an ein öffentliches Energienetz angeschlossen sind und der Abgabe von Energie an Letztverbraucher dienen (§ 3 Nr. 24a oder b EnWG). Das EnWG unterscheidet dabei zwischen Anlagen zur betrieblichen Eigenversorgung auf einem räumlich zusammengehörenden Betriebsgelände (§ 3 Nr. 24b EnWG) und Anlagen, die sich auf einem räumlich zusammengehörenden Gebiet befinden (§ 3 Nr. 24a EnWG).

Beispiele für Kundenanlagen nach § 3 Nr. 24a EnWG sind Mehrfamilienhäuser vorwiegend in Kombination mit Erzeugungsanlagen. Diese werden auch Mieterstrommodelle genannt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist bei PV-Anlagen die Inanspruchnahme eines PV-Mieterstromzuschlags nach EEG möglich (siehe FAQ Kontakte und weitere Informationen).

Beispiele Für Kundenanlagen nach § 3 Nr.24b EnWG sind überwiegend Industriekunden mit Unterabnehmern auf dem Betriebsgelände oder Einkaufsmärkte mit Backshop und ggf. weiteren Läden.

Wie ist eine Kundenanlage nach § 3 Nr. 24a EnWG vom Netz der allgemeinen Versorgung abzugrenzen?

Bei Kundenanlagen handlet es sich um geographisch eng begrenzte "Hausanlagen" innerhalb von Gebäuden oder Gebäudekomplexen. Gemäß BNetzA muss die Größe der Kundenanlage für den Wettbewerb unbedeutend sein. Als Orientierung wird ein Wert von bis ca. 100 Wohneinheiten/Letztverbraucher genannt. Möglich ist im Einzelfall auch, dass sich eine Kundenanlage außerhalb von Gebäuden über ein größeres Grundstück erstreckt.

Wie funktioniert eine Kundenanlage?

Der KAB erzeugt die Energie, die in seiner Kundenanlage benötigt wird, zum Teil selbst. Die restliche Energie bezieht er aus dem Netz. Diese Energie wird über den Summenzähler abgerechnet. Der KAB verkauft die Energie an die Letztverbraucher, die sich an der Kundenalage beteiligen.

Generell gilt jedoch, dass die Bewohner innerhalb einer Kundenanlage den Lieferanten frei wählen können müssen.

Für den Betrieb einer Kundenanlage ist grundsätzlich der Kundenanlagenbetreiber verantwortlich.

Wer legt fest, ob es sich um eine Kundenanlage handelt?

Die Beurteilung obliegt zunächst dem Kundenanlagenbetreiber. Kundenanlagen können grundsätzlich direkt beim Anschlussnetzbetreiber formlos angemeldet werden.

Zuständigkeit für die Belieferung von Kunden innerhalb einer Kundenanlage

Wer versorgt die Kunden in einer Kundenanlage?

Die Versorgung der in der Kundenanlage angeschlossenen Letztverbraucher erfolgt grundsätzlich durch den Kundenanlagenbetreiber. Der Kundenanlagenbetreiber ist für die in seiner Anlage versorgten Kunden verantwortlich und muss deren Versorgung sicherstellen. Die benötigte Energie wird teilweise lokal z.B. durch BHKWs oder PV-Anlagen produziert und an die Bewohner geliefert. Auf diesen Strom entfallen keine Netzentgelte, keine Konzessionsabgaben und keine Stromsteuer. Der "restliche" Strom wird aus dem öffentlichen Netz bezogen und mit allen Umlagen und Steuern beaufschlagt.

Darf ein Kunde der an einer Kundenanlage angeschlossen ist, seinen Energielieferanten frei wählen? Ich wohne in so einem Objekt, muss ich da mitmachen?

Nein, die Letztverbraucher haben das Recht auf freien Netzzugang (Lieferantenwechsel § 3 Nr.24a und b EnWG in Verbindung mit § 20 (1d) EnWG), den der Kundenanlagenbetreiber sicherstellen muss.

Sogenannte Exklusivitätsvereinbarungen durch den Kundenanlagenbetreiber, also eine Bindung der angeschlossenen Letztverbraucher an einen Energielieferanten, sind unzulässig.

Was ist mit dem Begriff "dritter Energielieferant" gemeint?

Mit dem Begriff "dritter Energielieferant" sind alle vom Letztverbraucher frei wählbaren Energielieferanten gemeint. Die Belieferung durch den Kundenanlagenbetreuer selbst ist damit nicht gemeint.

Darf der Kundenanlagenbetreiber eine "Gebühr" für die Nutzung der Kundenanlage verlangen?

Nein, der Kundenanlagenbetreiber muss die Infrastruktur dafür unentgeltlich zur Verfügung stellen.

Gilt in einer Kundenanlage die Grund-/Ersatzversorgungspflicht?

Für die Letztverbraucher innerhalb der Kundenanlage, die durch den KAB beliefert werden, besteht kein Recht auf Gund-/Ersatzversorgung (gemäß Grundversorgungsverordnung) durch den jeweils zuständigen Grundversorger der der Kundenanlage vorgelagerten Netzes, da diese Letztverbraucher nicht im Netz der allgemeinen Versorgung im Sinne des § 3 Nr. 17 EnWG angeschlossen sind. Gleiches gilt für die Ersatzbelieferung außerhalb der Niederspannung.

Kunden, die von einem dritten Lieferanten beliefert werden, werden durch den Netzbetreiber zur Grund-/Ersatzversorgung beim zuständigen Grundversorger gemeldet, wenn diese Belieferung beendet wird und keine Folgebelieferung durch einen dritten Lieferanten besteht.

Zuständigkeit für den Messstellenbetrieb

Wer ist für den Messstellenbetrieb der vom KAB belieferten Kunden zuständig?

Für Letztverbraucher, die vom Kundenanlagenbetreiber versorgt werden, liegt die Verantwortung für die Messung nicht beim Netzbetreiber. Hier ist der Betreiber der Kundenanlage selbst verantwortlich. Das heißt, die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen aus dem Messstellenbetriebsgesetz und dem Eichrecht liegen im Verantwortungsbereich des Kundenanlagenbetreibers.

Wer ist für den Messstellenbetrieb von drittbelieferten Kunden und Erzeugungsanlagen in der Kundenanlage zuständig?

Bei Kunden, die einen dritten Lieferanten wählen, muss der Messstellenbetrieb durch den Netzbetreiber als grundzuständigem Messstellenbetreiber (gMSB) oder durch einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber (wMSB) erfolgen. Gleiches gilt für Erzeugungsanlagen. Entsprechende Zählerplätze sind vom KAB einzurichten.

Der wMSB muss einen Messstellenbetreiberrahmenvertrag nach Vorgaben der Bundesnetzagentur (BK6-17-042) mit dem Netzbetreiber abschließen. Es gelten die Wechselprozesse im Messwesen (WiM).

Was ist bezüglich der Zähler zu tun, wenn eine bestehende Anlage in eine Kundenanlage umgewandelt wird?

Wird eine bestehende Anlage zu einer Kundenanlage umgewandelt, so erfolgt der Ausbau der vorhandenen Messeinrichtungen durch die RNG (grundzuständiger Messstellenbetreiber) oder einen 3. Messstellenbetreiber. Die Demontage ist mittels einer Stilllegungsanzeige bei der RNG zu beantragen.

Messkonzepte und Messarten

Welche Messkonzepte gibt es?

Wir haben für Sie hier die Messkonzepte aufgeführt, die am häufigsten in der Praxis Anwendung finden.

Abrechnung

Wie wird der Energiebezug am Summenzähler ermittelt und abgerechnet?

Am Summenzähler wird von der bezogenen Energiemenge der Verbrauch der drittversorgten Letztverbraucher (Unterzähler) abgezogen. Das kleinstmögliche Ergbnis ist 0.

Wie wird die Energieeinspeisung am Summenzähler ermittelt und abgerechnet?

Die Ermittlung der Einspeisemenge am Summenzähler ergibt sich aus der physikalisch eingespeisten Menge, zuzüglich der Differenz zwischen dem Bezug der Hauptmessung und dem Verbrauch der drittversorgten Letztverbraucher, sofern die Differenz des physikalischen Bezuges an der Hauptmessung kleiner als die Summe aller Verbrauchswerte der drittversorgten Letztverbraucher ist.

Die eingespeiste Menge wird dem Anlagenbetreiber gemäß den gesetzlichen Vorgaben aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) vom Netzbetreiber vergütet.

Wie erfolgt die Abrechnung drittbelieferter Kunden?

Die Netznutzungsabrechnung für die Marktlokation (siehe FAQ: "Drittbelieferung und Lieferantenwechselprozesse") der Kundenanlage (Summenzähler), sowie die Marktlokationen von drittbelieferten Letztverbrauchern in der Kundenanlage nimmt der Netzbetreiber gemäß den für diese Marktlokationen bestehenden Netznutzungsverträgen vor.

Der Netzbetreiber stellt eine Marktlokation/Messlokationfür den Letztverbraucher bereit, die nicht durch den Kundenanlagenbetreiber versorgt werden.

Aufgrund der Saldierung von Summen- und Unterzählern erfolgen alle Abrechnungen turnusmäßig zum 31.12. eines Kalenderjahres.

Was ist mit einer Einspeisung ins Netz?

Mögliche Einspeisungen werden nach den gesetzlichen Regelungen vergütet.

Wie erfolgt die Abrechnung im Fall von unterschiedlichen Spannungsebenen bei Summenzählern und Unterzählern?

Die Abrechnung der Netzentgelte für die Unterzähler erfolgt grundsätzlich analog der Abrechnung des Summenzählers. Ist die Kundenanlage beispielsweise in der Mittelspannung angeschlossen, werden sowohl die Marktlokation der Kundenanlage (Summenzähler) als auch die Marktlokationen der drittbelieferten Letztverbraucher (Unterzähler) mit den Netzentgelten Mittelspannung abgerechnet. In diesem Fall sind alle Unterzähler als RLM-Messungen auszuführen, um entsprechende Arbeits- und Leistungswerte für die Abrechnung zu erhalten.

Wie wird mit Verlustenergie im Fall von unterschiedlichen Spannungsebenen bei Summenzählern und Unterzählern umgegangen?

Verluste, die z.B. bei Anschluss der Kundenanlage ans Mittelspannungsnetz und in der Kundenanlage angeschlossenen Letztverbrauchern mit niederspannungsseitiger Messung entstehen, werden bei der Abrechnung nicht berücksichtigt und sind vom Kundenanlagenbetreiber (Summenzähhler) zu tragen.

Drittbelieferung und Lieferantenwechselprozesse

Was ist zu tun, wenn ein Kunde zu einem dritten Lieferanten wechseln möchte?

Der Letztverbraucher oder der vom Letztverbaucher beauftragte Lieferant gibt dem KAB sein Anliegen bekannt, dass er nicht mehr vom KAB, sondern von einem anderen Lieferanten mit Energie beliefert werden möchte und für die Abwicklung des Prozesses "Lieferbeginn" gemäß GPKE die relevanten Identifikatoren benötigt. Dieser "Vorprozess" ist nicht standardisiert und wird bilateral zwischen dem Letztverbraucher und dem Kundenanlagenbetreiber abgewickelt. Diesem Vorprozess ist oftmals ein gescheiterter Lieferantenwechsel mit dem Netzbetreiber nach GPKE vorausgegangen.

Der KAB bestellt beim NB Marktlokation/Messlokation zur Ermöglichung eines Lieferantenwechsels in der Kundenanlage. Dafür ist es erforderlich, dass der KAB dem NB die erforderlichen Stammdaten des Letztverbrauchers mitteilt. Dies erfolgt über das Formblatt "Anmeldung zur Erstellung einer Marktlokation in einer Kundenanlage". Der NB prüft die Anfrage und teilt dem KAB entweder die Marktlokation/Messlokation mit oder, dass er dessen Anfrage nicht bearbeiten kann.

Die weitere Kommunikation zwischen Netzbetreiber und dem Lieferanten erfolgt dann über die Standard-Marktkommunikation.

Was ist zu tun,wenn ein Kunde von einem dritten Lieferanten zurück zum KAB wechseln möchte?

Der Letztverbraucher kündigt sinen bestehenden Liefervertrag. Der Letztverbraucher beauftragt den NB/Messstelenbetreiber mit dem Ausbau der Messeinrichtung zum Lieferende. Der Netzbetreiber deaktiviert daraufhin die Marktlokation und verändert die Abrechnungsregel für die Haupt-/Übergabemessung entsprechend.

Hinweis:

Ein Wechsel aus der Drittbelieferung zurük zum KAB wird wie eine Stilllegung behandelt. Hat der gMSB bis dahin den Messstellenbetrieb übernommen, wird der Zähler ausgebaut. Die Verantwortung für den Messstellenbetrieb geht auf den Kundenanlagenbetreiber über.

Was geschieht bei Belieferungsende eines von einem dritten Lieferanten belieferten Kunden?

Meldet ein Lieferant die Belieferung eines Letztverbrauchers aus der Kundenanlagebeim NB ab, ohne, dass dem NB für diesen Letztverbraucher für den gleichen Zeitpunkt eine Anmeldung eines weiteren dritte Energielieferanten vorliegt, erfolgt durch den NB die Anmeldung der Marktlokation in die Grund-/Ersatzversorgung.

Der KAB hat in diesem Szenario keine Pflichten und erhält keine Information vom Netzbetreiber über diesen Vorgang.

Messstellenbetrieb

Technik

Was ist eine moderne Messeinrichtung (mME)?

Eine moderne Messeinrichtung (mME) ist ein digitaler, elektronischer Stromzähler.
Anders als konventionelle, mechanische Zähler speichert eine moderne Messeinrichtung neben dem aktuellen Stromverbrauch auch die tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Verbrauchswerte. Eine moderne Messeinrichtung überträgt keine Daten nach außen. Der Verbrauch wird weiterhin vor Ort abgelesen.

Was ist ein intelligentes Messsystem (iMS)?

Eine moderne Messeinrichtung lässt sich durch eine Kommunikationseinheit, ein sogenanntes Smart-Meter-Gateway, aufrüsten. In diesem Fall spricht man von einem intelligenten Messsystem. Das Gateway ist eine Art Modem, welches Daten aus einer oder mehreren modernen Messeinrichtungen verschlüsselt an Ihren Netzbetreiber oder weitere Berechtigte (z.B. Ihren Stromlieferanten) überträgt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Technik geprüft und zertifiziert. Es gelten hierbei höhere Sicherheitsstandards als beim Zahlungsverkehr im Bankwesen.

Erhalte ich eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem?

Das ist abhängig von dem jährlichen Stromverbrauch oder der Einspeiseleistung der Erzeugungsanlage. Werden an Ihrer Messstelle durchschnittlich mehr als 6.000 Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) Strom verbraucht oder verfügt Ihre Anlage über eine Anschlussleistung von mehr als 7 Kilowatt (kW), erhalten Sie ein intelligentes Messsystem, andernfalls eine moderne Messeinrichtung.

Wie erfolgt die Datenübertragung aus dem Smart-Meter-Gateway?

Die Übertragung der Daten erfolgt über das Mobilfunknetz. 

Entsteht durch die Datenübertragung mittels Mobilfunk eine zusätzliche Strahlenbelastung?

Ja, die Belastung ist aber sehr gering und mit dem Senden einer SMS vergleichbar. Zudem sendet das Gateway nicht permanent, sondern nur zu voreingestellten Zeiten.

Kann ich die erhobenen Messdaten einsehen?

Ja, jederzeit. Bei einem intelligenten Messsystem können Sie ihre Daten mit Hilfe einer Software einsehen, die Sie zuvor auf Ihrem Computer installiert haben. Bei einer modernen Messeinrichtung lesen Sie die Daten direkt am Zählerdisplay ab.

Bedienungsanleitung für die moderne Messeinrichtung

Lässt sich mit der neuen Technik der Strom von außen abstellen?

Nein, die von uns eingesetzte Technik ist dazu nicht in der Lage.

Ich habe bereits einen elektronischen Zähler ehalten. Warum erfolgt ein erneuter Umbau?

Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) schreibt den Einbau der neuen Zählertechnik vor. Die bereits verbauten elektronischen Zähler besitzen nicht den geforderten Funktionsumfang für eine moderne Messeinrichtung. Zudem kann Ihr jetziger Zähler nicht mit einem Gateway kommunizieren.

Ist der Einbau der neuen Messeinrichtungen auch im Gasbereich verpflichtend?

Nein, laut §§29 ff. MsbG ist nur der Austausch des Stromzählers Pflicht.

Einbau

Wer ist für den Einbau der neuen Zähler zuständig?

Die RNG ist in ihrem Netzgebiet als grundzuständiger Messstellenbetreiber für den Austausch der Geräte zuständig. Zu diesem Zweck beauftragt das Unternehmen ggfls. Servicepartner.

Wie kann ich Ihre Mitarbeiter erkennen?

Sie erkennen unsere Mitarbeiter und die unserer Servicepartner an ihren Ausweisen. Sollten Sie dennoch einmal unsicher sein, können Sie uns unter der auf dem Ankündigungsschreiben aufgeführten Telefonnummer anrufen.

Wie erfahre ich, wann ich einen neuen Zähler erhalte?

Sie erhalten von uns oder einem unserer Dienstleister mindestens drei Monate vor dem Einbau ein Ankündigungsschreiben.

Wo wird die neue Technik installiert?

Die neue Technik findet ihren Platz wie gehabt im Zählerschrank. Dort ersetzt sie Ihren alten Zähler.

Wie lange dauert der Umbau in etwa?

Der Austausch dauert rund 30 Minuten. In diesem Zeitraum müssen wir die Stromversorgung kurz unterbrechen. Sie sollten empfindliche Geräte vorher von der Stromversorgung trennen.

Wie erfahre ich, wann mein Zähler ausgetauscht wird? Kann ich einen Ersatztermin vereinbaren, wenn ich zum angekündigten Zeitpunkt nicht zu Hause bin?

Wir informieren Sie zunächst mit einem Ankündigungsschreiben über den bevorstehenden Zählerwechsel. Den genauen Termin teilen wir Ihnen anschließend in einem weiteren Schreiben mit. Es ist ebenfalls möglich, dass ein Monteur vor Ort eine Terminkarte hinterlässt, auf der ein Zeitpunkt für den Wechsel angegeben ist. Sie sind zur angegebenen Zeit nicht zu Hause und können den Zugang für die Monteure nicht anderweitig gewährleisten (Nachbarn etc.)? Dann rufen Sie bitte die auf den Schreiben angegebene Telefonnummer an. Wir suchen dann gemeinsam mit Ihnen nach einem passenden Termin.

Für meine Messstelle ist kein intelligentes Messsystem vorgesehen. Kann ich mir dennoch eines einbauen lassen?

Ja, erkundigen Sie sich bei ihrem Energieversorger oder einem Drittanbieter, ob er entsprechende Angebote bereithält. Ein Anspruch gegenüber der RNG besteht nicht.

Sollte ich meinen Zähler vor dem Tausch ablesen?

Ja. Teilen Sie Ihrem Energieversorger den Zählerstand vor dem Austausch mit.

Was ist, wenn die mME/das iMS nicht in meinen Zählerschrank passt?

Bei den meisten Kunden ist der Austausch des alten Zählers gegen eine moderne Messeinrichtung bzw. ein intelligentes Messsystem problemlos möglich. Sollte - in Ausnahmefällen - der Platz im Zählerschrank nicht ausreichen, so muss dieser durch einen Elektriker erweitert werden. Der Elektriker muss von dem jeweiligen Kunden auf eigene Kosten beauftragt werden.

Datenschutz

Wo werden die erhobenen Daten gespeichert?

Die RNG und der vom Kunden ausgewählte Stromlieferant speichern die Daten - wie bereits heute üblich - in ihren IT-Systemen.

Wie sind meine Daten gegen einen unbefugten Zugriff geschützt?

Ihre Daten liegen nur der RNG und Ihrem Stromlieferanten vor. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt und entspricht den höchsten Datenschutzanforderungen. Eine Weitergabe an Dritte Bedarf immer Ihrer Zustimmung.

Wie ist der Umgang mit den zu erhebenden Daten geregelt?

In Teil 3 des Messstellenbetriebsgesetzes ist geregelt, welcher Akteur welche Daten zu welchem Zweck erhalten darf und wann die Daten zu löschen sind. Eine Datenübermittlung ist nur für die energiewirtschaftlich notwendigen Anwendungsfälle vorgesehen. Der Messstellenbetreiber informiert seine Kunden gesondert über den notwendigen Datenverkehr. Die Verbrauchsdaten sind für Kunden jederzeit einsehbar.

Kosten

Welche Kosten entstehen mir durch die neuen Zähler?

Die Installation ist für Sie kostenfrei. Das jährliche Messentgelt richtet sich nach dem Durchschnittsverbrauch an Ihrer Messstelle in den letzten drei Jahren. Die genauen Preise für die jeweiligen Verbrauchskategorien finden Sie an dieser Stelle.

Wie wird der durchschnittliche Jahresstromverbrauch ermittelt?

Indem man die Verbräuche der letzten drei Jahre addiert und durch Drei teilt. Liegen für eine Messstelle noch keine Verbrauchsdaten vor, ordnet man das iMS der kleinsten Verbrauchsgruppe (bis 2.000 kWh pro Jahr) mit einer Preisobergrenze von 23 Euro/Jahr zu.

Wie erfolgt die Abrechnung der Messentgelte?

Bisher war die Gebühr für den Messstellenbetrieb in den Stromkosten Ihres Stromlieferanten erhalten. Wir planen, eine Vereinbarung mit Ihrem Stromversorger zu treffen, damit die Abrechnung weiterhin über Ihre Stromrechnung erfolgen kann. Der Lieferant hat allerdings das Recht, dies abzulehnen. In diesem Fall erhalten Sie nach dem Zählerumbau zwei getrennte Rechnungen. Eine für den Stromverbrauch von ihrem Stromlieferanten und eine seperate Rechnung für den Messstellenbetrieb von uns.

Wer bekommt die Rechnung über die Gebühr für den Messstellenbetrieb, wenn sowohl Strom verbraucht als auch erzeugt wird?

Wenn an Ihrer Messstelle sowohl Strom verbraucht als auch erzeugt wird, gilt laut Gesetz (§ 30 Abs. 5 MsbG): Es wird nur die höhere Preisobergrenze berücksichtigt. Die Rechnung über die Gebühr für den Messstellenbetrieb geht dann an die Person, bei der diese höhere Preisobergrenze anfällt – also entweder an den Stromverbraucher (in der Regel über den Stromlieferanten) oder an den Betreiber der Erzeugungsanlage.

An wen kann ich mich bei Problemen wenden?

Die Kontaktdaten finden Sie auf der Abrechnung zum Messstellenbetrieb.

Rechtliches

Auf welcher rechtlichen Grundlage erfolgt der Einbau?

Die Umrüstung erfolgt auf Grundlage des neues Messstellenbetriebsgesetzes, das am 2. September 2016 in Kraft getreten ist.

Habe ich das Recht, dem Einbau eines neuen Zählers zu widersprechen?

Nein. Der Einbau ist gesetzlich vorgeschrieben und von grundzuständigen Messstellenbetreibern wie der RNG umzusetzen.

Was ist ein Messstellenbetreiber und welche Aufgaben hat er?

Dem Messstellenbetreiber gehören die beim Kunden verbauten Zähler. Er gewährleistet den störungsfreien Betrieb der Zähler und ist für deren Wartung zuständig. Außerdem verantwortet er die Ablseung der Vebrauchsdaten und deren Übermittlung an den jeweiligen berechtigten Messwertverwender (z.B. den Stromlieferanten oder Netzbetreiber).

Kann ich dem Einbau entgehen, indem ich meinen Messstellenbetreiber wechsle?

Nein. Jeder Messstellenbetreiber ist gesetzlich verpflichtet, den Umbau durchzuführen.

Nutzen

Welche Vorteile ergeben sich für mich durch die neuen Zähler?

Mit dem neuen Zähler haben Sie Ihren Stromverbrauch stets im Blick. So können Sie Ihren Verbrauch leicht ändern und Ihre Stromkosten in Verbindung mit neuen, auf Ihren individuellen Bedarf abgestimmten Tarifen, reduzieren.

Gibt es mit den neuen Zählern auch neue Stromtarife?

Die RNG ist nicht als Energieversorger tätig. Bitte wenden Sie sich bei Fragen rund um neue Stromtarife an Ihren Stromlieferanten.

Kann ich sehen, was meine einzelnen Geräte im Haushalt verbrauchen?

Nein, diese Möglichkeit bietet die neue Technik nicht. Viele Stromanbieter verleihen zu diesem Zweck kostenlos Strommessgeräte.

Smart Meter

Allgemein

Was ist ein intelligentes Messsystem?

Ein intelligentes Messsystem, auch bekannt als Smart Meter, ist ein digitaler Stromzähler, der Daten automatisch sendet und empfängt. Diese Systeme bestehen aus einem digitalen Zähler und einem Kommunikationsmodul, dem sogenannten Smart Meter Gateway. Dadurch können die Messwerte sicher und verschlüsselt übertragen werden. Es gelten hierbei höchste Sicherheitsstandards.

Was ist eine moderne Messeinrichtung?

Eine modern Messeinrichtung ist ein digitaler Zähler, auf dessen Display Sie den aktuellen Zählerstand ablesen können. Mit Hilfe des Zähler-PINs können Sie ihre historischen Verbrauchsdaten der vergangenen 24 Monate anzeigen lassen. Die Möglichkeit der Fernkommunikation ihrer Verbrauchsdaten ist nicht gegeben, eine manuelle Ablesung muss weiterhin erfolgen. 

Welche Messeinrichtung benötige ich für den Abschluss eines dynamischen Tarifs?

Dies kann je nach Stromlieferant variieren, kontaktieren sie daher bitte ihren Stromlieferanten. Er kann die benötigte technik bei uns beauftragen.

Warum werden intelligente Messsysteme eingebaut und welche Möglichkeiten bieten sie?

Der Gesetzgeber sieht den Rollout der intelligenten Messsysteme vor, um die Energiewende zu fördern und Netzausbau zu vermeiden. Ein wesentliches Ziel der Energiewende ist die Steigerung der Energieeffizienz. Mit einem intelligenten Messsystem erhalten Sie einen besseren Überblick über Ihren Stromverbrauch. Es kann Sie dazu anregen, Ihren Stromverbrauch bewusster zu gestalten und damit auch Ihre Stromkosten zu senken. Sie tragen damit aber auch aktiv zur Energiewende bei.

Wie unterscheiden sich intelligente Messsysteme von modernen Messeinrichtungen?

Ein entscheidendes Merkmal, das intelligente Messsysteme von modernen Messeinrichtungen unterscheidet, ist die integrierte Kommunikationseinheit, das sogenannte Smart-Meter-Gateway. Die iMS übermitteln in der Regel einmal täglich Ihre Verbrauchsdaten an den Netzbetreiber. Zukünftig erfassen sie auch die Netzzustandsdaten an relevanten Messstellen und übermitteln diese ebenfalls an den Netzbetreiber. Die Übertragung dieser Daten erfolgt dabei verschlüsselt über eine gesicherte Datenverbindung.

Wer ist für den Einbau, Betrieb und Wartung intelligenter Messsysteme zuständig?

Für den Einbau, Betrieb und die Wartung ist Ihr Messstellenbetreiber (MSB) verantwortlich.

Muss ich mich als Mieter selbst um den Einbau kümmern oder ist dafür mein Vermieter zuständig?

Nein, wir planen als grundzuständiger Messstellenbetreiber den Rollout der modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsysteme nach den Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes. Wünschen Sie vorab die Umrüstung Ihrer Messstelle, kontaktieren Sie uns gerne.

Verbrauchen die intelligenten Messsysteme Strom? Muss ich diesen bezahlen?

Eine moderne Messeinrichtung und ein Smart Meter Gateway benötigen für den Betrieb Strom. Sie sind, so wie es der Gesetzgeber vorschreibt, im ungezähten Bereich Ihres Zählerschrankes, also vor der Messung angeschlossen. 

Sie müssen den für den Betrieb benötigten Strom somit nicht bezahlen.

Ich benötige die Zugangsdaten für mein Smart Meter Gateway. Ich habe meine Zugangsdaten für das intelligente Messsystem vergessen. Was kann ich machen?

Sie können die Zugangsdaten zu Ihrem Smart meter Gateway über rheinnetz.de anfordern

Wir senden Ihnen dann Ihre Zugangsdaten schnellstmöglich zu.

Funktion

Wie funktioniert ein Smart Meter Gateway

Ein Smart Meter Gateway (SMGW) ist die zentrale Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems. Es verbindet den digitalen Zähler mit dem Energienetz und ermöglicht die sichere Übertragung von Verbrauchsdaten. Hier ist eine Übersicht, wie es funktioniert:

  • Datenerfassung: Der digitale Zähler misst den Energieverbrauch in regelmäßigen Abständen.
  • Datenverarbeitung: Das Smart Meter Gateway sammelt diese Daten und bereitet sie für die Übertragung vor.
  • Datenübertragung: Über eine gesicherte Internetverbindung werden die Daten an den Netzbetreiber und den Energielieferanten gesendet
  • Sicherheit: Das Gateway sorgt dafür, dass die Daten verschlüsselt und sicher übertragen werden, um Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten.

Das Smart Meter Gateway spielt eine wichtige Rolle bei der Integration erneuerbarer Energien und der Optimierung des Energieverbrauchs. Es ermöglicht eine genauere Abrechnung und hilft dabei, den Energieverbrauch effizienter zu gestalten.

Wie funktioniert die Übermittlung des Zählerstandes?

Die Übermittlung des Zählerstands erfolgt über ein sicheres Kommunikationsnetzwerk. Weitere Kommuniationsarten sind in Vorbereitung. Das intelligente Messsystem sendet die Daten automatisch über eine gesicherte Kommunikationsstrecke in festgelegten Intervallen an den Messstellenbetreiber.

Ich kann den PIN an meinem Zähler / moderner Messeinrichtung nicht eingeben.

Hier sind einige Schritte, die Ihnen helfen könnten:

 

  1. Schauen Sie in die Bedienungsanleitung Ihres IMS-Zählers. Dort finden Sie möglicherweise spezifische Anweisungen zur Eingabe des PINs. Die Bedienungsanleitung für Ihren Zähler können Sie auf Zähler/Betriebsanleitungen einsehen.
  2. Manche Zähler habe eine Tastensperre. Überprüfen Sie, ob Sie eventuell eine bestimmte Taste drücken müssen, um die Eingabe zu aktivieren.
  3. Stellen Sie sicher, dass Sie die richtige PIN-Nummer verwenden. Wenn Sie das PIN-Schreiben nicht mehr zur Hand haben, können Sie den PIN über Zähler-PIN anfordern erneut anfordern.
  4. Wenn Sie weiterhin Probleme haben, dann können Sie uns über das Kontaktformular kontaktieren.

 

Was geschieht bei einem Stromausfall mit den gespeicherten Daten im intelligenten Messsystem?

Die Daten sind für diesen Fall sicher im Smart Meter Gateway abgespeichert.

Kosten

Wie hoch sind die Kosten für die Installation eines Smart-Meter-Gateways?

Die Kosten für den Einbau und den Betrieb eines intelligenten Messsystems werden durch gesetzliche Preisobergrenzen geregelt.

Unsere Preislisten finden sie auf rheinnetz.de

Rechtliches

Warum bekomme ich ein intelligentes Messsystem oder eine moderne Messeinrichtung?

Zukünftig erhält jeder Letztverbraucher eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem. Der Einbau dieser Messeinrichtungen ist gesetzlich im Rahmen der Digitalisierung der Energiewende vorgeschrieben und muss durch den zuständigen Messstellenbetreiber durchgeführt werden. Mit der Einführung dieser modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsysteme verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, die Energiewende voranzutreiben. Ein zentrales Anliegen dieser Wende ist die Steigerung der Energieeffizienz.

Ich möchte mein intelligentes Messsystem nicht durch Sie, sondern einen anderen Messstellenbetreiber einbauen lassen. Muss ich Ihnen das melden?

Nein, Ihr Messstellenbetreiber teilt dies Ihrem Netzbetreiber mit.

Sie beauftragen den Messstellenbetreiber, indem Sie mit ihm einen Vertrag über den Messstellenbetrieb schließen.

Technik

Wie lange dauert, bis ich ein intelligentes Messsystem nach Beauftragung erhalte?

Aufgrund des hohen Anfrageaufkommens kann es zu Verzögerungen kommen. Wir sind gesetzlich verpflichtet, Ihnen das Intelligente Messsystem binnen 4 Monaten nach Bekanntgabe Ihres Kundenwunsches  einzubauen.

Passen intelligenten Messsysteme in meinen Zählerschrank beziehungsweise auf meinen Zählerplatz?

Die intelligenten Messsysteme sind so konzipiert, dass sie in der Regel problemlos in Ihren bestehenden Zählerschrank oder an Ihrem vorhandenen Zählerplatz installiert werden können. Dabei sind die elektrotechnische Sicherheit und die Zugänglichkeit der Anlage von entscheidender Bedeutung. Bei älteren Zählerschränken oder Zählerplätzen kann die Sicherheit beispielsweise durch brüchige Isolierungen gefährdet sein. In diesen oder vergleichbaren Fällen ist der Eigentümer verpflichtet, die Anlage nach TAB vorab zu modernisieren. Unsere technischen Anschlussbedingungen finden Sie unter Bedingungen und Verordnungen.

Muss ich für den Betrieb einen Internetzugang bereitstellen?

Nein, wir setzen für die intelligenten Messsystem aktuell ausschließlich Mobilfunk-basierte Smart-Meter-Gateways ein. Weitere Kommunikationstechnologien sind in Vorbereitung.

Messwerte

Welche Messwerte werden erhoben?

Standardmäßig wird der Stromverbrauch jede Viertelstunde erhoben und durch das Gateway einmal täglich an die Marktteilnehmer/in übertragen.

Wie oft wird ein intelligentes Messsystem abgelesen?

Das Auslesen der Messwerte kann je nach vertraglichen Vereinbarungen variieren. In der Regel werden die Messwerte viertelstündlich erhoben und täglich aggregiert übermittelt.

Wird der Zähler automatisch abgelesen?

Ja, die Messwerte werden automatisiert erhoben und übermittelt.

Gibt es eine App oder Verbrauchsportal für den Zähler ?

Aktuell bietet die RNG keine Onlineplattform an. Das Intelligente Messsystem kann jedoch lokal ausgelesen werden, dafür benötigen Sie Ihre HAN-Zugangsdaten.

Diese können Sie unter rheinnetz.de anfordern, nutzen Sie hierfür das Kontaktformular.


Weitere Informationen zum Auslesen ihrer Messwerte finden Sie hier: https://www.ptb.de/cms/ptb/fachabteilungen/abt2/fb-23/ag-234/info-center-234/trudi.html

Zeigen intelligente Messsysteme den Verbrauch meiner elektrischen Geräte einzeln an?

Nein, der Zähler zählt nur den Gesamtverbrauch einer Messstelle und zeigt diesen an.

Wie lese ich den Zählerstand bei intelligenten Messsystemen ab?

Den aktuellen Zählerstand können Sie wie gewohnt direkt am Display Ihres Zählers ablesen. Eine manuelle Ablesung zur Rechnungsstellung ist nicht mehr nötig. Das intelligente Messsystem übermittelt diese an Ihren Messstellenbetreiber.

Netzanschluss

Zu Anschlussanfrage und Angebot

Was brauche ich, um eine Anschlussanfrage stellen zu können?

Um Ihre Anschlussanfrage bearbeiten zu können, sind folgende Informationen erforderlich:

  • Welche Nutzung ist für das Gebäude geplant? (privat/gewerblich)
  • Leistungsdaten? (Diese bestimmen die "Größe" des Anschlusses). Informationen hierzu erhalten Sie in der Regel von Ihrem Architekten/Planer oder dem zugelassenen Fachinstallationsunternehmen.
  • Wer übernimmt die Kosten? (Rechnungsempfänger)
  • Wer ist Eigentümer des Grundstückes?
  • Amtlicher Lageplan, Grundriss und Gebäudeschnitt des Gebäudes mit Kennzeichnung der gewünschten Einführungsstelle des Netzanschlusses
Wie lange dauert es, bis der Anschluss im Haus liegt?

In der Regel benötigen wir ca. zehn Arbeitstage von der Anfrage bis zur Erstellung des Angebots, das wir Ihnen zusenden.

Ab Auftragsbestätigung und erfolgter Terminabsprache dauert es in der Regel vier bis zwölf Wochen. (In dieser Phase holen wir die erforderlichen Genehmigungen ein, z.B. Straßenaufgrabungsgenehmigung, und beauftragen die ausführende Firma)

Welche Pläne benötigen Sie von mir? (Lageplan, Grundriss)

Der Lageplan Maßstab 1:250 zum Bauantrag ist die eigentlich erforderliche Unterlage für die Gebäudeerfassung. Der Lageplan wird in der Regel für jeweils ein Gebäude oder ein Grundstück angefertigt und stellt das geplante Bauwerk mit allen nötigen Maßen (auch in Bezug zu den Grenzen) dar. Erkennbar ist der Plan an der Legende sowie an der Darstellung. Das Baugrundstück ist mit einer dicken gestrichelten Linie (allerdings unterschiedlicher Ausprägung) umrandet.

Desweiteren benötigen wir den Grundriss des Geschosses, in dem der Anschluss eingeführt werden soll, mit Kennzeichnung der gewünschten Einführungsstelle (in der Regel Keller oder Erdgeschossgrundriss)

Ist die Angabe eines Elektrikers/Installateurs bereits bei der Anschlussanfrage erforderlich?

Für die Anfrage ist die Angabe eines Fachinstallationsunternehmens nicht erforderlich. Die Angabe eines technischen Ansprechpartners ist freiwillig, sie erleichtert jedoch gegebenenfalls die Klärung technischer Fragestellungen.

Was muss ich bei Anschlussanfrage für ein Einfamilienhaus zwingend angeben? (Leistungswerte)

Bei einem Einfamilienhaus nennen Sie uns bitte:

  • für Strom: die Anzahl der Wohneinheiten
  • für Wasser: die Art und Anzahl der Entnahmestellen
  • für Erdgas: die Nennwärmebelastung der Gasgeräte (Heizkessel und ggf. Gasherd)
Was ist eine "Wohneinheit"?

Eine Wohneinheit ist eine nach außen abgeschlossene Unterkunft, in welcher ein Haushalt geführt werden kann und min. aus einem Raum mit Bad und Küche besteht.

Sind bei Wohnbebauung die einzelnen geplanten Geräte (z.B. Herd, Backofen, Heizung) bzw. die Entnahmestellen (z.B. Waschbecken, Außenzapfstellen) anzugeben?

Für Gas und Wasser benötigen wir diese Angabe, um Ihren Leistungsbedarf ermitteln zu können. Für Strom ist die Angabe der Wohneinheiten mit oder ohne elektrischer Warmwasserbereitung ausreichend.

Warum muss der Grundstückseigentümer den Auftrag unterschreiben?

Mit seiner Unterschrift erteilt der Grundstückseigentümer sein Einverständnis zur Vornahme der Arbeiten auf seinem Grundstück.

Muss ich doppelt unterschreiben, wenn ich Vertragspartner und zugleich der Grundstückseigentümer bin?

Ja, wenn Sie Kunde und Grundstückseigentümer sind, benötigen wir einmal Ihre Unterschrift als Kunde, mit der Sie uns den Auftrag erteilen und sich zur Kostenübernahme bereiterklären, und einmal als Eigentümer, mit der Sie uns das Einverständnis zur Grundstücksnutzung geben.

Welche Kosten/Leisungen beinhaltet das Angebot zur Anschlussherstellung?

Das Angebot enthält die Kosten für das Verlegen der Anschlussleitung vom Abzweig der Netzleitung bis ins Gebäude. Dazu gehören:

  • alle Erdarbeiten
  • die Montage der Hauseinführung und der Hausanschluss-Einrichtungen
  • die Inbetriebsetzungskosten und
  • der eventuell anfallende Baukostenzuschuss

Dabei entsprechen die Anschlusskosten für die Sparten Strom und Gas den Vorgaben des jeweiligen Verteilnetzbetreibers.

Was ist ein Baukostenzuschuss (BKZ)?

Neben den Kosten des Netzanschlusses finden Sie auf Ihrem Angebot auch die Position des Baukostenzuschusses (BKZ). Der BKZ ist ein anteiliger Zuschuss des Anschlusskunden zur teilweisen Abdeckung der Kosten des vorgelagerten Netzes. Grundlage für die Erhebung des BKZ ist § 9 AVB WasserV/ AVB FernwärmeV sowie § 11 der NAV/NDAV.

Wie hoch sind die Anschlusspreise?

Sofern der Anschluss an ein vorhandenes Netz erfolgen kann, die Leitungslänge auf Kundengrund gemäß Preisliste (Entfernung Grundstücksgrenze bis zur Hausaußenwand) nicht überschreitet und Ihr Wohnhaus nicht mehr als acht Wohneinheiten hat, erfolgt die Berechnung in der Regel über das pauschale Preissystem. Alle anderen Fälle werden kalkuliert. (Ausnahme: Kreuzung mehrspuriger Straßen, Gleisanlagen)

Sind in dem Preis auch die Erdarbeiten enthalten?

Ja, das Pauschalpreissystem beinhaltet auch die erforderlichen Erdarbeiten für den Netzanschluss.

Was spare ich, wenn ich die Erdarbeiten selber mache?

Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, die Erdarbeiten auf privatem Grund zu übernehmen. Die Vergütung entnehmen Sie bitte unserem Preisblatt für pauschale Netzanschlüsse.

Wie beantrage ich eine Abtrennung eines vorhandenen Anschlusses, z. B. bei Abriss des Gebäudes?

Eine Abtrennung können Sie uns ganz bequem über unser Netzportal mitteilen.

Wichtiger Hinweis:

Der Anschlussnehmer/Kunde darf keine Einwirkung auf den Netzanschluss vornehmen oder vornehmen lassen. Netzanschlüsse gehören zu den Betriebsanlagen des Netzbetreibers/Wasserversorgers.

Netzanschlüsse werden ausschließlich von dem Netzbetreiber/Wasserversorger unterhalten, erneuert, geändert, abgetrennt und beseitigt. Sie müssen zugänglich und vor Beschädigungen geschützt sein.

Gibt es eine rechtliche Basis für die Berechnung der Anschlusskosten?

Die rechtliche Grundlage ist die Verordnung über Allgemeine Bedinungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (Niederspannungsanschlussverordnung - NAV) bzw. für die Gasversorgung in Niederdruck (Niederdruckanschlussverordnung - NDAV). Für Wasser und Fernwärme gilt die jeweilige Verordnung über Allgemeine Bedinungen für die Versorgung mit Wasser (AVB WasserV) bzw. Fernwärme (AVB FernwärmeV).

Anhand dieser Verordnungen lassen sich die Kosten pauschal berechnen.

Zu Auftrag und Bauausführung

Welche Voraussetzungen sind erforderlich, damit der Anschluss ins Gebäude gelegt werden kann?

Der Anschlussraum muss verschließbar und die Leitungstrasse auf Ihrem Grundstück frei zugänglich sein. Gerüste, Baucontainer, Erdaushub und ähnliches dürfen das Ausschachten des Grabens und das Verlegen der Leitung nicht behindern.

Was ist eine Mehrspartenhauseinführung?

Beim Einbau einer Mehrspartenhauseinführung werden die Leitungen, z. B. für Strom, Gas, Wasser, durch eine gemeinsame Öffnung in der Gebäudehülle in das Haus eingeführt.

Mehrspartenhauseinführungen sind für fast alle gängigen Netzanschlussvarianten und für verschiedene Gebäudeeintrittsstellen (Außenwand, Bodenplatte) verfügbar. Ob der Einbau in Ihrem Objekt möglich ist bzw. welches Fabrikat in Ihrem Netzgebiet zum Einsatz kommt, muss unbedingt im Vorfeld geklärt werden. Fragen dazu beantworten wir Ihnen gerne.

Was ist ein Rohbauteil bei einer Mehrspartenhauseinführung?

Eine Mehrspartenhauseinführung besteht aus einem sichtbar verbauten Installationsteil und einem Bauteil im Mauerwerk, das die Leerrohre für Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation bündelt.

Ob der Einbau in Ihrem Objekt möglich ist bzw. welches Fabrikat in Ihrem Netzgebiet zum Einsatz kommt, muss unbedingt im Vorfeld geklärt werden. Weitere Fragen zum möglichen Einbau in Ihrem Netzgebiet beantworten wir Ihnen gerne.

Wichtiger Hinweis: Die Verwendung von Kunststoffleerrohren wie z.B. Kanalgrundrohr (KG-Rohr) als Mauerdurchführung ist nicht zulässig.

Muss ich Genehmigungen bei den Straßenbaulastträgern selbst einholen?

Nein, die Genehmigung bei den Straßenbaulastträgern holen wir nach Ihrer Auftragserteilung ein.

Kann der Tiefbau für den Abwasserkanal auch für die Hausanschlüsse mitgenutzt werden?

Dies ist in der Regel nicht möglich, da der Abwasserkanal im zeitlichen Ablauf früher gelegt wird, Abwasser zudem deutlich tiefer liegt als die Netzanschlüsse für Wasser, Gas, Strom und Fernwärme und selten den gleichen Trassenverlauf hat.

Zu Inbetriebsetzung und Zählerstellung/Ausbau

Bei wem bzw. wie beantrage ich Zählerstellung?

Die Zählerstellung können Sie gemeinsam mit Ihrem Fachinstallationsunternehmen über die Zählerabteilungen veranlassen.

Nachdem ein das Verzeichnis des Netzbetreibers eingetragenes Fachinstallationsunternehmen die Installation im Gebäude fertig gestellt hat, gibt dieses in der Regel die Inbetriebsetzung und ggf. die Zählerstellung mit dem entsprechenden Vordruck in Auftrag.

Wie kann ich meine vorhandenen Zähler ausbauen lassen? Bitte beachten Sie die Zuständigkeit des Teilnetzbetreibers auf der Übersichtskarte.

Den Zählerausbau können Sie mit einer Mail an zaehlerprozesse@rng.de veranlassen. Wir benötigen hierzu einen unterschriebenen formlosen schriftlichen Auftrag unter Angab

e der Objektadresse und der Zählernummer. Die Zählerabholung ist für Sie  als Endkunde kostenfrei.

Zu Strom und Wasser in der Bauphase

Wie bekomme ich Strom oder Wasser in der Bauphase und welche Unterlagen werden dafür benötigt?

In der Anschlusanfrage wird der Bedarf nach Bauwasser bzw. Baustrom bei den jeweiligen Sparten abgefragt. Wenn Sie Baumstrom und/oder Bauwasser benötigen, bitte beantworten Sie diese Frage mit ja. Wir werden dann die Möglichkeit prüfen, und dies entsprechend bei der Angebotserstellung berücksichtigen.

Kann die die vorhandenen Anschlüsse für die Bauphase nutzen?

Dies muss im Einzelfall geprüft werden. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit uns auf.

Zur Rechnung

Muss ich die Anschlussherstellung im Voraus bezahlen?

Grundsätzlich sind für einzelne Pauschalanschlüsse keine Vorauszahlungen erforderlich. Falls bei Ihnen gegebenenfalls doch Vorauszahlungen erforderlich sind, führen wir diese im Angebot auf.

Wann erhalte ich die Rechnung?

Die Rechnung zur Anschlussherstellung erhalten Sie nach Abschluss der Arbeiten.

Neuregelung § 14a EnWG - steuerbare Verbrauchseinrichtungen

Worum geht es bei der Neuregelung zur Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und Netzanschlüssen (§ 14a EnWG)?

Um die Klimaziele zu erreichen, ist es erforderlich, in den kommenden Jahren eine beträchtliche Anzahl von Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Stromspeichern zu installieren. Diese effizienten Verbrauchseinrichtungen sollten nicht nur zügig ans Netz angeschlossen werden können, sondern es muss gleichzeitig sichergestellt werden, dass ihre Integration in das Stromnetz zuverlässig und störungsfrei erfolgt, um eine kontinuierliche Energieversorgung zu gewährleisten. Mit der neuen Regelung ist es dem Netzbetreiber künftig untersagt, den Anschluss neuer Verbrauchseinrichtungen in der Niederspannungsebene mit der Begründung möglicher lokaler Netzüberlastung abzulehnen oder zu verzögern. Im Gegenzug erhält der Netzbetreiber das Recht, bei drohender akuter Beschädigung oder Überlastung des Netzes die Belastung durch temporäres "Dimmen" (Begrenzung des Strombezugs auf ein Minimum) des Strombezugs der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen zu reduzieren. Sie als Netzkunde profitieren im Gegenzug von einem reduzierten Netzentgelt.

Was sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen (SteuVE)?

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen sind:
- nicht öffentliche Ladepunkte (z.B. Wallboxen)
- Wärmepumpenheizungen unter Einbeziehung etwaiger Zusatzheizvorrichtungen (z. B. Heizstäbe)
- Kälteanlagen
- Stromspeicher mit Netzbezug aus dem öffentlichen Netz
mit einer elektrischen Leistung über 4,2 kW.
Nachtstromspeicherheizungen oder andere Verbrauchsanlagen sind nicht von der Regelung betroffen.

Wann tritt die Neuregelung in Kraft?

Die neuen Regelungen zur §14a EnWG-Festlegung tritt zum 01.01.2024 in Kraft.

Für wen gilt die Neuregelung des § 14a EnWG?

Die neue Regelung ist verbindlich für alle Betreiber von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen in der Niederspannung, die ab dem 01.01.2024 in Betrieb genommen werden. Für bereits existierende steuerbare Verbrauchseinrichtungen gibt es Übergangsregelungen oder Bestandsschutz bis zum 31.12.2028. Das bedeutet, wenn Sie bereits vor dem 01.01.2024 eine Wärmepumpe, Ladeeinrichtung, Kälteanlage oder einen Stromspeicher ohne Steuerung betreiben, ändert sich für Sie vorerst nichts. Sie müssen keine aktiven Maßnahmen ergreifen.

Was bedeutet die Steuerung meiner Anlage durch den Netzbetreiber?

Zum Schutz des lokalen Stromnetzes und Ihnen als Netzkunde vor Netzüberlastungen, darf der Netzbetreiber die netzwirksame Leistung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen bei Bedarf vorübergehend „dimmen“. Das heißt, dass der Leistungsbezug auf 4,2 kW begrenzt wird. Diese Steuerung erfolgt jedoch nur in absoluten Notfällen. 

Wichtig: Der Bezug Ihres normalen Haushaltsstroms wird nicht gedimmt. Für Ihre steuerbare Verbrauchseinrichtungen garantieren wir zur jeder Zeit eine Mindestleistung. Ihre Versorgungssicherheit steht für uns an erster Stelle.

Was muss ich bei Anschaffung einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung beachten?

Die neue Regelung betrifft Sie ausschließlich, wenn Ihre Anlage nach dem 01.01.2024 errichtet wird und eine Leistung von mindestens 4,2 kW aufweist. In einem solchen Fall haben Sie Anspruch auf reduzierte Netzentgelte gemäß § 14a EnWG. Die Art der Reduzierung ist dabei für Sie frei wählbar und kann entweder Modul 1 umfassen, einen netzbetreiberindividuellen pauschalen Betrag, oder Modul 2, eine prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises. Weitere Informationen finden Sie in der Veröffentlichung zu § 14a EnWG der Bundesnetzagentur sowie in unserem Preisblatt.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/SteuerbareVBE/start.html#FAQ1113500

https://www.rheinnetz.de/netzentgelte-strom

Die Installation sowie die elektrische Anlage muss den „technischen Anschlussbedingungen an das Niederspannungsnetz (TAB)“ als auch den technischen Mindestanforderungen (TMA) der RNG entsprechen (https://www.rheinnetz.de/bedingungen-und-verordnungen). Sprechen Sie hierfür Ihren Elektrofachbetrieb an.

Was muss ich beachten, wenn ich bereits eine SteuVE habe?

Zum jetzigen Zeitpunkt müssen Sie nicht tätig werden. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen, die vor dem 01.01.2024 errichtet wurden und bereits in Betrieb sind, haben Bestandsschutz.

Wenn Sie eine SteuVE haben, die vor dem 01.01.2024 errichtet wurde und bereits im Betrieb ist, können Sie diese trotzdem gemäß § 14a EnWG in das neue Modell überführen. Sprechen Sie uns dafür gerne an.

Es kann sein, dass Sie zusätzliche Technik dafür verbauen müssen.

Meine Bestandsanlage ist bereits nach §14a EnWG angemeldet. Was muss ich beachten?

Bestehende Anlagen, die bereits heute als steuerbare Verbrauchseinrichtungen gemäß § 14a EnWG angemeldet sind, müssen erst bis zum Ende des Jahres 2028 in das neue Modell gemäß § 14a überführt werden. Eine rechtzeitige Information darüber erfolgt von unserer Seite aus. Sie haben jedoch die Möglichkeit, Ihre Anlage freiwillig vorher in das neue Modell zu überführen. Sprechen Sie uns hierzu gerne an.

(Nachtstrom-) Speicherheizungen haben dauerhaften Bestandsschutz.

Preise und Zuschüsse

Welche Leistungen und Kosten sind im Angebot enthalten?

Das Angebot deckt die Kosten für das Verlegen der Anschlussleitung vom Abzweig der Netzleitung bis ins Gebäude ab. Dazu zählen:

  • Alle notwendigen Erdarbeiten
  • Die Montage der Hauseinführung und der Hausanschluss-Einrichtungen
  • Die Kosten für die Inbetriebnahme
  • Ein eventuell anfallender Baukostenzuschuss

Die Anschlusskosten für Strom und Gas richten sich nach den Vorgaben des jeweiligen Verteilnetzbetreibers.

Was versteht man unter einem Baukostenzuschuss (BKZ)?

Zusätzlich zu den Netzanschlusskosten wird in Ihrem Angebot auch der Baukostenzuschuss (BKZ) aufgeführt. Dabei handelt es sich um einen anteiligen Beitrag des Anschlusskunden zur Deckung der Kosten des vorgelagerten Netzes. Die Erhebung des BKZ basiert auf § 9 AVB WasserV/AVB FernwärmeV sowie § 11 NAV/NDAV.

Wie hoch sind die Anschlusspreise?

Wenn der Anschluss an ein bestehendes Netz möglich ist, die Leitungslänge auf Ihrem Grundstück gemäß Preisliste (Entfernung von der Grundstücksgrenze bis zur Hausaußenwand) nicht überschritten wird und Ihr Wohnhaus maximal acht Wohneinheiten umfasst, erfolgt die Abrechnung in der Regel über ein pauschales Preissystem.

In allen anderen Fällen wird der Preis individuell kalkuliert. Eine Ausnahme bilden Anschlüsse, die mehrspurige Straßen oder Gleisanlagen kreuzen.

Sind die Erdarbeiten im Preis enthalten?

Ja, das Pauschalpreissystem umfasst auch die notwendigen Erdarbeiten für den Netzanschluss.

Welche Ersparnis ergibt sich, wenn ich die Erdarbeiten selbst übernehme?

Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, die Erdarbeiten auf privatem Grundstück selbst durchzuführen. Die Ersparnis können Sie unserem Preisblatt für pauschale Netzanschlüsse entnehmen.

Gibt es eine gesetzliche Grundlage für die Berechnung der Anschlusskosten?

Die rechtliche Grundlage für die Berechnung der Anschlusskosten bildet die Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (Niederspannungsanschlussverordnung - NAV) bzw. für die Gasversorgung in Niederdruck (Niederdruckanschlussverordnung - NDAV). Für Wasser und Fernwärme gelten die entsprechenden Verordnungen über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVB WasserV) und Fernwärme (AVB FernwärmeV).

Anhand dieser Verordnungen können die Kosten pauschal berechnet werden.

Muss ich die Kosten im Voraus bezahlen?

In der Regel sind für einzelne Pauschalanschlüsse keine Vorauszahlungen erforderlich. Falls jedoch Vorauszahlungen notwendig sind, werden diese im Angebot aufgeführt.

Wann erhalte ich eine Rechnung?

Die Rechnung für die Anschlussherstellung wird Ihnen nach Abschluss der Arbeiten zugesandt.

Redispatch 2.0

Was ist Redispatch 2.0?

Wenn ein Stromnetz an seine Kapazitätsgrenze stößt, werden Kraftwerke bereits heute in ihrer Fahrweise situationsbezogen angepasst. Dieser bilanziell neutrale, von Netzbereibern gesteuerte Eingriff nennt sich Redispatch.

Im Zuge des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) sollen nun auch dezentrale Stromerzeuger wie KWK-Anlagen und EEG-Anlagen mit einbezogen werden.

Die neuen Vorgaben für die Bewirtschaftung von Netzengpässen sind dabei ab dem 01. Oktober 2021 von allen Marktpartnern, wie z.B. Anlagenbetreibern, Direktvermarktern und Netzbetreibern umzusetzen.

Was ist Sinn des Redispatch?

Das Ziel des Redispatch 2.0 ist es, die Netzführung zu optimieren und die Kosten für die Beseitigung von planbaren und nicht planbaren lokalen und regionalen Netzengpässen zu bewerkstelligen.

Dadurch sollen die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems gewährleistet werden.

Was sind die Rechtsgrundlagen?

Die Rechtsgrundlagen zum Redispatch 2.0, insbesondere zu Ihren Informationspflichten, finden sich in § 12 Abs. 4, §§ 13 ff EnWG in der ab dem 01.10.2021 geltenden Fassungen sowie in den Festlegungen der Bundesnetzagentur.

Wie erfolgt die Vorbereitung für das Projekt Redispatch 2.0?

Unterstützt wird das Projekt zum Redispatch 2.0 durch den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW). Der BDEW stellt dafür hilfreiche Branchenlösungen, Anwendungshilfen und Einführungsszenarien zur Verfügung- Weitere Informationen finden sie unter Redispatch 2.0.

Darüber hinaus hat die Bundesnetzagentur verschiedene Festlegungen zur Umsetzung des Redispatch 2.0 getroffen.

Welche Anlagen sind vom Redispatch 2.0 betroffen?

Die neuen Regelungen betreffen alle Anlagen der Erneuerbaren Energien und des KWKG ab einer Anlagengröße von 100 kW Leistung. Anlagen mit einer installierten Leistung unter 100 kW werden nur hinzugezogen, wenn sie bereits heute durch den Netzbetreiber gesteuert werden können.

Sind Anlagen für die Eigenversorgung betroffen?

Soweit Anlagen für die Eigenversorgung mit dem Stromnetz verbunden sind, bestehen die gleichen Pflichten.

Was bedeutet das für die Anlagenbetreiber?

Für Anlagenbetreiber bedeutet das, dass Sie gesetzlich dazu verpflichtet sein werden, dem Netzbetreiber (auch laufend) bestimmte Daten zu Ihrer Anlage mitzuteilen. Denn diese Daten sind unabdingbar, damit wir unseren dargestellten gesetzlichen Pflichten nachkommen können.

Welche Pflichten kommen auf Anlagenbetreiber zu?

Die von Anlagenbetreibern mitzuteilenden Daten werden in Stammdaten, Planungsdaten, Nichtbeanspruchbarkeiten und Echtzeitdaten unterschieden. Stammdaten betreffen im Wesentlichen allgemeine Daten zur Anlage. Planungsdaten betreffen Daten über eine voraussichtliche Einspeisung bzw. Einspeiseeinschränkung. Daten zur Nichtbeanspruchbarkeit beziehen sich beispielsweise darauf, ob Strom aus der Anlage "vor" dem Netz für die allgemeine Versorgung selbst verbraucht wird. Echtzeitdaten adressieren insbesondere akute Veränderungen der Fahrweise der Anlage, etwa aus marktlichen Gründen durch den jeweiligen Direktvermarkter.

Einzelheiten zu den mitzuteilenden Daten finden Sie hier.

Bis wann sind die neuen Pflichten zu erfüllen?

Nach der Festlegung der Bundesnetzagentur gilt folgende verbindliche Zeitschiene:

  • Stammdaten sind frühestens zum 01.07.2021 mitzuteilen
  • Planungsdaten sind erstmals am 29.09.2021 um 14:30 Uhr mitzuteilen
  • Nichtbeanspruchbarkeitsdaten sind unverzüglich, spätestens jedoch eine Stunde nach Bekanntwerden mitzuteilen
  • Echtzeitdaten sind ab 01.10.2021 um 0:00 Uhr mitzuteilen.

Wie sind die Datenmitteilungspflichten zu erfüllen?

Die Bundesnetzagentur hat verbindlich festgelegt, dass die Datenmitteilungspflichten grundsätzlich in einem speziellen, für die Energiewirtschaft konzipierten Format zu erfüllen sind. Sie können uns die Daten also nicht formfrei mitteilen.

Um die Kommunikation und die Abwicklung zu vereinfachen, soll es jedoch rechtzeitig eine kostenlose und bundesweit frei verfügbare Software geben (Connect+), mit Hilfe derer die Anlagenbetreiber ihre Datenmitteilungspflichten einfach und rechtssicher erfüllen können sollen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Wie wird die Kommunikation in Connect+ eingerichtet?

Für die Einrichtung der Kommunikationsschnittstelle wurde durch das Projekt Connect+ ein Benutzerhandbuch verfasst, das bei der Inbetriebnahme behilflich sein kann. Da die Kommunikation im Redispatch 2.0 mit einem gewissen Aufwand verbunden sein wird, empfehlen wir die Einbeziehung eines dienstleistenden Einsatzverantwortlichen (EIV).

Das Benutzerhandbuch finden Sie hier.

Da wir bei der Erarbeitung der Software nicht involviert sind, wenden Sie sich bei Fragen hierzu bitte direkt an Connect+ über das Kontaktformular.

Was bedeutet TR-ID und SR-ID?

Damit die sichere Marktkommunikation im Redispatch 2.0 für alle Marktpartner gewährleistet werden kann, wurden neue Ressourcen-Identifikationsnummern (Ressourcen-ID) eingeführt, unter anderem sind dies die TR-ID (Technische- Ressourcen-ID für die Anlage) und SR-ID (Steuerbare Ressourcen-ID für die Steuereinheit).

Was passiert mit den IDs?

Der Netzbetreiber beantragt die unterschiedlichen IDs, ordnet diese zu und unterbreitet dem Anlagenbetreiber seinen Zuordnungsvorschlag. Diese IDs werden für den Datenaustausch im Redispatch 2.0 benötigt und geben Auskunft darüber, um welche Anlagen es sich handelt.

Legen Sie Ihre IDs daher gut ab, da Sie diese demnächst für die Abwicklung der Datenaustausche benötigen werden.

Sollte der Anlagenbetreiber oder der vom Anlagenbetreiber als Einsatzverantwortlicher beauftragte Dienstleister mit der Zuordnung nicht einverstanden sein, muss er dem Netzbetreiber dies mitteilen und ggf. einen Alternativvorschlag unterbreiten. (Kontaktieren Sie uns hierfür unter redispatch@rng.de)

Weiter Informationen zur Zuordnung finden Sie hier.

Können Sie sich zur Erfüllung der Pflichten eines Dienstleisters bedienen?

Ja. Dem Regelungsgeber war bewusst, dass die neuen Bestimmungen kompliziert sind und von einzelnen Akteuren nur schwer umzusetzen sein dürften. Er hat deshalb ausdrücklich vorgesehen, dass ein Dienstleister die Pflichterfüllung für den Anlagenbetreiber übernehmen kann (sog. Einsatzverantwortlicher).

Wir beiten diese Dienstleistung gegenwärtig nicht an, sprechen Sie aber ggf. gerne direkt mit Ihrem Direktvermarkter und fragen Sie ihn, ob er für Ihre Anlage die Rolle des Einsatzverantwortlichen im Redispatch 2.0 übernimmt.

Wie finde ich einen Dienstleister für die Rolle des Einsatzverantwortlichen (EIV)?

Sofern Sie sich bereits mit Ihrer Anlage in der Direktvermarktung befinden, können Sie sich bei Ihrem Direktvermarkter informieren. Diese bieten die Dienstleistung häufig an.

Ist Ihre Anlage jedoch nicht in der Direktvermarktung, kann Ihnen bei der Suche die Anbieterliste vom BDEW behilflich sein. Diese beinhaltet zahlreiche Dienstleister, die die Rolle des EIV übernehmen können.

Die Liste finden Sie hier.

Eine direkte Empfehlung hierfür können wir, auch aufgrund der strikten Trennung der Marktrollen, nicht aussprechen.

Werden Anlagenbetreiber nach Redispatchabrufen entschädigt?

Anlagenbetreiber werden bei Redispatchabrufen wirtschaftlich so gestellt, als ob der Eingriff nicht stattgefunden hätte. Die Entschädigungszahlungen bei Abrufen sind abhängig von der Art der Anlage und finden durch einen bilanziellen Ausgleich durch den Netzbetreiber statt.

Staat. anerkannte Prüfstelle

Befundprüfung

Was ist eine Befundprüfung?

Eine Befundprüfung gemäß dem Mess- und Eichgesetz (MessEG) sowie der Mess- und Eichverordnung (MessEV) ist eine Überprüfung eines Messgeräts, um festzustellen, ob es den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Diese Prüfung wird durchgeführt, wenn Zweifel an der Genauigkeit oder Funktionsfähigkeit des Geräts bestehen, beispielsweise bei einem Gas-, einem Strom- oder einem Wasserzähler.

Welche Messgeräte können einer Befundprüfung unterzogen werden?

Befundprüfungen können an allen eichpflichtigen Messgeräten durchgeführt werden, die im geschäftlichen Verkehr verwendet werden. 

Welche Kosten entstehen bei einer Befundprüfung?

Die Gebühren und Ausbaukosten für eine Befundprüfung sind im Preisblatt Befundprüfung ersichtlich und müssen in der Regel vom Antragsteller getragen werden, es sei denn, es wird nachgewiesen, dass das Messgerät fehlerhaft ist. In diesem Fall trägt der Messstellenbetreiber die Kosten.

Wer kann eine Befundprüfung beantragen?

Eine Befundprüfung kann von jedem beantragt werden, der ein berechtigtes Interesse an der Messrichtigkeit eines Messgeräts hat. Das können der Kunde (Vertragspartner), Lieferant, Messstellenbetreiber, Messgerätebesitzer oder der Netzbetreiber sein.

Wer führt die Befundprüfung durch?

Eine Befundprüfung kann nur bei einem Eichamt oder einer staatlich anerkannten Prüfstelle durchgeführt werden. Der Antragsteller kann eine entsprechende Stelle auswählen.

Was passiert, wenn das Messgerät als fehlerhaft befunden wird?

Der Antragsteller erhält eine Befundprüfschein mit dem Ergebnis der Befundprüfung. Wenn dabei festgestellt wurde, dass das Messgerät fehlerhaft ist, wenden Sie sich ggf. an Ihren Lieferanten zur Korrektur der Verbrauchsabrechnung.

Was passiert, wenn das Messgerät den Anforderungen entspricht?

Wenn das Messgerät den gesetzlichen Anforderungen entspricht und korrekt misst, wird der Antragsteller über das Ergebnis informiert und die Kosten der Befundprüfung müssen vom Antragsteller getragen werden.

Werden die Messergebnisse der Befundprüfung mitgeteilt?

Bei einer bestandenen Befundprüfung (Zähler in Ordnung) dürfen die Messergebnisse nicht mitgeteilt werden. Bei einem defekten Zähler werden die Messergebnisse im Befundprüfungsschein aufgeführt.

Gibt es Fristen für die Beantragung einer Befundprüfung?

Es gibt keine festen Fristen für die Beantragung einer Befundprüfung. Bitte berücksichtigen Sie, dass nachträglich bei einem bereits getauschten Zähler in der Regel keine Befundprüfung mehr durchgeführt werden kann, da Zähler nach dem Ausbau meist nicht vorgehalten werden.

Wie stelle ich einen Antrag auf Befundprüfung?

Für den Antrag einer Befundprüfung bei den staatlich anerkannten Prüfstellen ENW 5, GNW 11, WNW 11 und KNW 3 nutzen Sie bitte unser

Formular für die jeweilige Sparte.

Der Antrag auf Befundprüfung muss schriftlich erfolgen. 

Wann kann ich eine Befundprüfung beantragen?

Eine Befundprüfung kann beantragt werden, wenn der Verdacht besteht, dass ein Messgerät nicht ordnungsgemäß funktioniert oder falsche Messwerte liefert. Dies kann der Fall sein, wenn die gemessenen Werte erheblich von den erwarteten Ergebnissen abweichen. 

Wird die Befundprüfung bei mir zuhause durchgeführt?

Nein, der Zähler muss für die Befundprüfung grundsätzlich immer ausgebaut werden. Sofern vom Antragsteller keine andere prüfende Stelle gewählt wurde, erfolgt die Prüfung in der staatlich anerkannten Prüfstelle am Zugweg 29-31, 50677 Köln.

Überprüft der Monteur beim Ausbau meine Anlage, z. B. hinsichtlich Energiediebstahl?

Nein, solche Überprüfungen dürfen vom Monteur beim Ausbau nicht durchgeführt werden. Der Monteur dokumentiert nur die Einbausituation des Zählers vor Ort und macht hierzu Fotos für die Prüfstelle. Für eine Überprüfung Ihrer Anlage wenden Sie sich bitte an Ihren Elektriker oder Installateur.

Mein Zähler zeigt nichts mehr an oder der Zähler steht, obwohl ich Energie bzw. Wasser beziehe. Soll ich eine Befundprüfung beantragen?

Nein, hierbei handelt es sich um eine offensichtliche Störung des Geräts. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an Ihren Messstellenbetreiber, in der Regel die RheinNetz GmbH, mit dem Hinweis, dass der Zähler steht. Dieser wird dann zeitnah getauscht.

Mein Zähler ist schon sehr alt und wurde bestimmt vergessen zu tauschen. Soll ich eine Befundprüfung beantragen?

Nein, Zähler sind in der Regel sehr langlebige Messinstrumente. Die RheinNetz GmbH überwacht akribisch die Einhaltung der Eichfrist Ihrer Messgeräte. Gegebenenfalls wurde die Eichfrist über ein sogenanntes Stichprobenverfahren verlängert. Der Zähler ist also gültig geeicht, obwohl er schon lange bei Ihnen eingebaut ist.

Meine Verbrauchsabrechnung ist sehr hoch. Bestimmt ist der Zähler defekt. Soll ich eine Befundprüfung beantragen?

Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollten Sie unbedingt vor der Beantragung einer Befundprüfung einige Dinge klären:

  • Wurden neue Geräte angeschafft, z. B. Aquarium, Heizlüfter, Wärmepumpe etc.?
  • Hat sich die Anzahl der Personen im Haushalt verändert?
  • Wurden zusätzliche Räume beheizt oder war die Witterung besonders kalt?
  • Könnte eine Leckage einer Wasserleitung, ein Defekt an der Heizung oder eine undichte Klospülung vorliegen? (für Wasserzähler)
  • Wurden in der Vergangenheit Verbräuche nicht abgelesen, sondern geschätzt? (Prüfen Sie hierzu bitte alte Abrechnungen)
  • Überwachen Sie über einige Tage oder besser Wochen Ihren Verbrauch und machen Sie dazu Fotos Ihrer Zählerstände. Ist der Verbrauch aufs Jahr hochgerechnet plausibel (Berücksichtigen Sie ggf. die Jahreszeit, wenn es um die Raumheizung geht.)
  • Falls Sie einen Energiediebstahl vermuten, lassen Sie Ihre Anlage von einem Fachunternehmen überprüfen.

Wenn die oben aufgeführten möglichen Ursachen nicht zutreffen, können Sie die Beantragung einer Befundprüfung in Erwägung ziehen.

Kann ich die Ergebnisse der Befundprüfung anfechten ?

Bei einer Befundprüfung handelt es sich um einen Verwaltungsakt, gegen den Rechtsmittel eingelegt werden können. Wir empfehlen Ihnen, sich in einem solchen Fall mit dem Eichamt als zuständige Behörde über das Vorgehen abzustimmen.

Sperrung

Mein Gas- / Wasser- oder Stromzähler wurde wegen Rückstand gesperrt. Wann wird der Zähler wieder in Betrieb genommen?

Nachdem Sie die Angelegenheit mit Ihrem Energielieferanten geklärt haben, bekommen wir von diesem einen Auftrag zur Wiederinbetriebnahme. Sobald der Auftrag vorliegt, fahren wir den Zähler am nächsten Arbeitstag (Mo-Fr) an.

Muss ich für die Wiederinbetriebnahme meines Stromzählers zu Hause sein?

Wenn sichergestellt ist, dass der Monteur ins Haus und an den Stromzähler kommt, eine zugängliche Abschaltvorrichtung (Sicherung) sich vor oder hinter dem Zähler befindet, nein. Wir dürfen die Elektroanlage nicht einschalten, wenn niemand in der Verbrauchsstelle (Wohnung, Laden, etc.) ist. Dies müssen Sie machen, wenn sie nach Hause kommen. Sie finden eine Benachrichtigungskarte im Briefkasten oder am Stromzähler, auf der steht, was Sie einschalten müssen, um wieder Strom zu haben.

Muss ich für die Wiederinbetriebnahme meines Gas- / Wasserzählers zu Hause sein?

Ja! Wenden Sie sich bitte diesbezüglich an die Fachabteilung Gas-/Wasser unter 0221-17866658

Was ist, wenn der Monteur nicht an den Zähler kommt?

Der Monteur hinterlässt eine Terminkarte mit der Rufnummer der Fachabteilung zur Terminvereinbarung. Die Wiederinbetriebnahme kann frühestens am nächsten Arbeitstag (Mo-Fr) erfolgen. Ist der Zähler nur mit Hausmeister zugänglich, müssen Sie auch mit diesem, am besten im Vorfeld, einen Termin vereinbaren! Denken Sie bitte an ein zweistündiges Zeitfenster!

Laut meines Energielieferanten ist alles geregelt, doch mein Stromzähler ist immer noch gesperrt.

Bei Strom rufen Sie bitte unter 0221-17866661 an. Wir kontrollieren, ob ein Wiederinbetriebnahmeauftrag für ihren Zähler vorliegt. Falls ja, können wir einen Termin mit einem zweistündigen Zeitfenster für den nächsten Arbeitstag (Mo-Fr) vereinbaren. Falls nicht, wenden Sie sich bitte an ihren Lieferanten. 

In meiner neuen Wohnung habe ich keinen Strom / Wasser oder Gas. Der Zähler wurden von ihnen abgestellt. Was muss ich tun?

Bitte melden Sie ihren Zähler bei einem Energielieferanten an. Sobald ein Auftrag zur Wiederinbetriebnahme vorliegt, fahren wir den Zähler am nächsten Arbeitstag (Mo-Fr) an und versuchen die Anlage in Betrieb zu nehmen.

Krisenvorsorge Gas

Wie sieht die generelle Versorgungssituation in Deutschland/Europa aus?

Die Versorgungssicherheit mit Gas ist aktuell gewährleistet. Angesichts der erheblichen Kürzung der Lieferungen über Nord Stream 1 durch Russland fehlen Mengen, die anderweitig am Markt beschafft werden können.

Was bedeuten die drei Krisenstufen des Notfallplanes der Bundesrepublik Deutschland?

Die Regelungen des Notfallplanes sind auf das Management einer nationalen Gasmangellage ausgelegt. Hierbei wird in drei Eskalationsstufen eingeteilt (Frühwarnstufe, Alarmstufe, Notfallstufe). Die beiden ersten Stufen bedeuten im Wesentlichen eine Sensibilisierung aller Beteiligten, führen zur Einrichtung eines Krisenstabs beim BMWK und einem engen Monitoring der Lage. Die Gasnetzbetreiber bleiben weiter in der Verantwortung. Die Verbraucher sind aufgefordert, durch Reduktion des Gasverbrauches einen Beitrag zu leisten.
In Stufe 3 („Notfallstufe“) übernimmt der Staat das verantwortliche Handeln mit der Bundesnetzagentur (BNetzA) als Bundeslastverteiler. Erforderliche Maßnahmen werden dann bei den Marktakteuren angewiesen.

Wann wird die Frühwarnstufe Gas ausgerufen?

Diese Stufe wird ausgerufen, wenn ernst zu nehmende Hinweise darauf vorliegen, dass ein Ereignis eintreten kann, das wahrscheinlich zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt. Sie dient dazu, sich systematisch auf einen möglichen Lieferstopp vorzubereiten. Vor allem soll so sichergestellt werden, dass es ein deutschland- und europaweit einheitliches Vorgehen gibt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat die Frühwarnstufe am 30. März 2022 ausgerufen. Als Konsequenz daraus wurde u.a. ein Krisenteam im Bundeswirtschaftsministerium einberufen, welche die Gasversorgungslage regelmäßig analysiert. Ebenso wurde an die Gasverbraucher appelliert, den Gasbezug zu verringern.

Wann wird die Alarmstufe Gas ausgerufen?

Diese Stufe wird ausgerufen, wenn eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vorliegt, die zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Markt aber noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen, ohne dass nicht marktbasierte Maßnahmen ergriffen werden müssen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat die Alarmstufe am 23. Juni 2022 ausgerufen.

Wann wird die Notfallstufe Gas ausgerufen?

Diese Stufe wird ausgerufen, wenn eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder eine andere beträchtliche Verschlechterung der Versorgungslage vorliegt. Und bereits alle einschlägigen marktbasierten Maßnahmen umgesetzt wurden, die Gasversorgung danach aber dennoch nicht ausreicht, um die noch verbleibende Gasnachfrage zu decken. Um insbesondere die Gasversorgung der geschützten Kunden gemäß Artikel 6 sicherzustellen, könnten in der Notfallstufe zusätzlich auch nicht marktbasierte Maßnahmen ergriffen werden.

Was passiert in einem Fall einer Gasmangellage und wie wahrscheinlich ist ein solcher Fall?

Die Gasnetzbetreiber sind gesetzlich (§ 16 und § 16 a EnWG) zu einer Zusammenarbeit und zu einer Aufrechterhaltung der Systemsicherheit der Gasversorgung verpflichtet. Zunächst werden marktbezogene Instrumente, wie Flexibilitäten in Lieferverträgen, Netzschaltungen oder Mengenverlagerungen genutzt, bevor netzbezogene Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer Systemstabilität herangezogen werden (Kürzung von Ein-/Ausspeisungen an GÜP, Abschaltung von nicht geschützten Kunden).
Über die Eintrittswahrscheinlichkeit kann keine belastbare Aussage getroffen werden, da dies von vielen verschiedenen internationalen, nationalen aber auch regionalen Einflüssen abhängt. Aktuelle Informationen gibt es auf den Internetseiten des BMWK oder der Bundesnetzagentur:
www.bmwk.de
www.bundesnetzagentur.de

Welches Ziel verfolgen die Maßnahmen nach § 16 Abs. 1 und 2 EnWG und dem Bundeslastverteiler?

Gemäß EnWG haben Gasversorgungsunternehmen die Aufgabe, eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Gasversorgung für die Allgemeinheit sicherzustellen. Hierzu werden dem Fernleitungs- und Verteilnetzbetreibern unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung gestellt.
Das Ziel für die Netzbetreiber ist hierbei die Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebs und der Sicherstellung der Netz-/Systemstabilität. Auf die in §16 Abs. 1 genannten marktbasierten Maßnahmen folgen Maßnahmen nach §16 Abs. 2. Hierbei ist der Netzbetreiber berechtigt und verpflichtet, sämtliche Gaseinspeisungen, Gastransporte und Gasausspeisungen anzupassen. Hierzu zählt auch die Anweisung an nicht-geschützte und geschützte Kunden über eine Bezugsreduktion.

Im Falle einer großflächigen Mangellage und nach Ausrufung der sogenannten Notfallstufe durch die Bundesregierung tritt der Bundelastverteiler als zentraler Verteiler der verbleibenden Gasmengen auf. Im Gegensatz zu den Maßnahmen nach §16 Abs.1 und 2, ist es das Ziel, die lebenswichtige Versorgung mit Gas sicherzustellen. Hierbei wird ebenfalls die Priorisierungen nach §53 a berücksichtigt.

Wer entscheidet, welche Verbraucher abgeschaltet werden?

Solange die Gasnetzbetreiber bei einer regionalen Gas-Mangellage gemäß EnWG §16 agieren, liegt diese Entscheidung in der Systemverantwortung der Gasnetzbetreiber. Wenn jedoch von der Bundesregierung lt. Notfallplan die sogenannte Notfallstufe ausgerufen wird, liegt das Handeln in der Hand des Staates. Dann werden entsprechende Vorgaben oder Anweisungen der Bundesnetzagentur als Bundeslastverteiler erfolgen.

Wie erfolgt der Abschaltprozess, falls es Gasknappheit gibt? Gibt es eine Vorlaufzeit?

Falls ein nicht geschützter Kunde zur Systemstabilität durch eine Abschaltung beitragen muss, erfolgt eine Abschaltanforderung durch die Querverbundleitstelle der RNG an den entsprechenden Kunden, die Leistung zu reduzieren bzw. eine Abschaltung vorzunehmen. Wenn möglich, wird eine Vorlaufzeit natürlich berücksichtigt, kann jedoch nicht garantiert werden. Dies hängt von der jeweiligen Situation bzw. der Vorlaufzeit ab, mit der RNG von dem/den vorgelagerten Netzbetreibern aufgefordert wird, die Leistung zu reduzieren.

Gibt es bei den abzuschaltenden Kunden auch eine Reihenfolge oder wird hier willkürlich abgeschaltet?

Zu den RLM-Kunden (RLM steht für Registrierende Leistungsmessung), die zur Aufrechterhaltung der Gasversorgung in Deutschland evtl. abgeschaltet werden müssen, gehören sogenannte "nicht geschützte Kunden". Zu den geschützten Kunden nach § 53 a EnWG gehören: Haushaltskunden, SLP-Kunden, grundlegende soziale Dienste nach EU-Verordnung 2017/1938 sowie Fernwärme-Anlagen, die Haushaltskunden oder o. g. grundlegende soziale Dienste beliefern.

Die im Fall einer Gasmangellage nach Ausschöpfung aller sonstiger Möglichkeiten erforderlichen Abschaltaufforderungen hängen von der jeweiligen Situation (allgemeiner Gasverbrauch, Kundenverbrauch, Jahreszeit usw.) im Ferngasnetz, dem Verteilnetz und der betroffenen Region ab.

Mit welchen Abschaltungsdauern muss gerechnet werden?

Die Abschaltung wird so lange andauern, wie es für die Systemstabilität der Gasversorgung in Deutschland notwendig ist. Da ein solcher Fall bisher noch nicht eingetreten ist, kann hierzu keine Aussage gemacht werden.

Auf welcher Grundlage erfolgt das Anschreiben der Netzbetreiber in Bezug auf Abschaltung von Leistung?

Das Anschreiben erfolgt vor dem Hintergrund der gesetzlichen Verpflichtung des Gasnetzbetreibers RNG gemeinsam mit den anderen Gasnetzbetreibern, um die Systemsicherheit der Gasversorgung sicherzustellen. Hierzu ist eine Mitwirkung der RLM-Kunden auf Grundlage des §16 in Verbindung mit §53a erforderlich, damit sich die RNG u. a. einen Überblick über den Gaseinsatz verschaffen kann und über Ansprechpartner des RLM-Kunden verfügt. Nur so kann der Gasnetzbetreiber seiner gesetzlichen Verpflichtung nachkommen.

Was bedeutet RLM?

Die Abkürzung RLM steht für "Registrierende Leistungsmessung". RLM-Zähler werden bei Kunden eingesetzt, die einen sehr hohen Verbrauch haben. Für Erdgas ist der Einbau eines RLM-Zählers ab 1.500.000 kWh Energieverbrauch pro Jahr gesetzlich verpflichtend.

Was bedeutet SLP?

Die Abkürzung SLP steht für "Standard-Lastprofil". SLP-Zähler werden standardmäßig bei Kunden mit niedrigem Strom- und Gasverbrauch eingebaut. Dazu zählen alle Haushaltskunden und kleine Gewerbe. Im Gegensatz zu RLM-Zählern werden sie meist nur einmal im Jahr abgelesen.

Warum werden große Industrie- und Gewerbekunden (RLM-Kunden) aktuell von den Netzbetreibern angeschrieben?

Die RNG steht als regionaler Verteilnetzbetreiber in der Verantwortung, sich vorsorglich auf den Fall vorzubereiten, dass die Versorgung von Kunden bei einer Gasmangellage, national bzw. regional eingeschränkt werden muss. Um die vorhandenen Daten der RLM-Kunden zu aktualisieren, werden diese in regelmäßigen Abständen angeschrieben. Die Tatsache, dass ein RLM-Kunde angeschrieben wurde, bedeutet keine Kategorisierung nach „nicht geschützten Kunden“ oder „geschützten Kunden“.

Wie werden die Kontaktdaten von RLM-Kunden aktualisiert?

Wir sind auf Ihre Mithilfe bei der Aktualisierung angewiesen. Daher bitten wir in regelmäßigen Abständen zur Aktualisierung der uns vorliegenden Daten.
Sollten in der Zwischenzeit neue Daten vorliegen, können Sie gerne jederzeit per info@rng.de Kontakt zu uns aufzunehmen. Wir kümmern uns dann gerne um die Anpassung.
Hier finden Sie den Fragebogen.

Was kann ein RLM-Kunde tun, damit die Abschaltungsrisiken minimiert werden?

Grundsätzlich hilft jede Reduktion des Gasverbrauches eine Situation zu vermeiden, die zu Problemen mit der Gasversorgung führen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Systemstabilität aufrecht erhalten bleibt, um etwaige Abschaltanforderungen zu vermeiden. Alternative Brennstoffe ermöglichen eventuell eine Weiterführung des Betriebes.

Was kann ich tun, wenn ich als Lieferant Kontaktdaten aktualisieren will?

Für die Benachrichtigungen wird die uns aktuell vorliegende E-Mail-Adresse verwendet. Sollten Sie hierbei Änderungswünsche haben oder die aktuellen Informationen abrufen wollen, kontaktieren Sie uns gerne unter der E-Mailadresse info@rng.de

Wie werden die Lieferanten bei einer Abschaltung in die Kommunikation einbezogen?

Nach §16 Abs. 2 sind Gashändler bei erforderlichen Anpassungen, wenn möglich, zu informieren. Dieser Aufforderung wollen wir als Netzbetreiber gerecht werden.

Im Falle einer Anweisung zur Bezugsreduktion von RLM-Kunden werden die Lieferanten informiert, welcher ihrer Kunden mit welcher Reduktion angewiesen wurden. Dies geschieht direkt im Anschluss an eine allgemeine Information, in welcher bereits auf die Maßnahmen hingewiesen wird.

Wie werden die Lieferanten bei der Aufhebung der Maßnahmen in die Kommunikation einbezogen?

Sobald die Ursachen der Maßnahmen beseitigt wurden und keine Mangellage mehr vorliegt, werden die ausgesprochenen Einschränkungen zurückgenommen. Hierbei wird ebenfalls im ersten Schritt eine allgemeine Information an alle betroffenen Parteien versendet. Im Nachgang erfolgt ebenso eine Information an die Lieferanten über die ihnen zugeordneten RLM-Kunden.

Gibt es Änderungen an der Marktraumumstellung von L- auf H-Gas?

Nein, aktuell wird die geplante Marktraumumstellung nicht unterbrochen oder neu geplant. Auf Grund langfristig abgestimmter Planungen zwischen den Ferngas- und Verteilnetzbetreibern muss die ErdgasUmstellung aktuell wie geplant fortgeführt werden.

Was sind "geschützte" Kunden?

Zu den geschützten Kunden nach § 53a EnWG zählen:
• Haushaltskunden,
• Letztverbraucher, bei denen standardisierte Lastprofile anzuwenden sind,
• Letztverbraucher im Erdgasverteilernetz, die Haushaltskunden zum Zwecke der Wärmeversorgung beliefern (zu dem Teil, der für die Wärmelieferung benötigt wird),
• grundlegende soziale Dienste im Sinne des Art. 2 Nr. 4 der Erdgas SoS Verordnung (Gas-SoS-VO) und
• Fernwärmeanlagen, soweit sie Wärme an die zuvor genannten Kunden liefern und keinen Brennstoffwechsel vornehmen können (zu dem Teil, der für die Wärmelieferung benötigt wird).

Wer entscheidet, wer abgeschaltet wird?

Die Abschaltaufforderung erfolgt entweder über die Bundesnetzagentur als Bundeslastverteiler oder über den jeweiligen Netzbetreiber. Der Netzbetreiber kann im erstgenannten Fall auch als Erfüllungsgehilfe der BNetzA handeln. Die Entscheidung erfolgt auf der Grundlage der rechtlichen wie ggf. behördlichen Vorgaben.

Kann ein Antragsverfahren durchlaufen werden oder ist eine Anmeldung möglich, um ein geschützter Kunde zu werden?

Es ist gesetzlich definiert, wer zu den geschützten Kunden zählt. Nur der Gesetzgeber kann Änderungen am entsprechenden Paragraphen (53a EnWG) vornehmen. Unternehmen können sich nicht als geschützte Kunden beispielsweise bei Bezirksregierungen, untergelagerten Netzbetreibern und Kommunen registrieren lassen oder einen entsprechenden Antrag stellen. Die Bundesnetzagentur - in ihrer Funktion als Bundeslastverteiler in der Notfallstufe - erkennt keine entsprechenden Registrierungsnachweise an und genehmigt keine entsprechenden Anträge. Auch Bescheide aus anderen Gründen, wie beispielsweise Systemrelevanzbescheinigungen zur Nutzung während der Corona-Pandemie, haben im Fall einer Gasmangellage keine Relevanz.

Was hat es mit der Sicherheitsplattform Gas auf sich?

Es handelt sich um eine neue, digitale Informationsplattform auf der relevante Akteure am Gasmarkt (große Verbraucher, Bilanzkreisverantwortliche, Versorger, Händler, Netzbetreiber) registriert werden, beziehungsweise ihre Daten zur Verfügung stellen.

Neben Stammdaten werden auch aktuelle Gasverbräuche und Gasverbrauchsprognosen abgefragt und analysiert. Sie dienen der Bundesnetzagentur im Fall einer Gasmangellage, fundierte Entscheidungen über erforderliche Versorgungsreduktionen im Krisenfall zu treffen.

Störung melden

Ich rieche Gas in der Wohnung. Was kann ich tun?

Wenn Sie Gas in der Wohnung riechen, bewahren Sie Ruhe, aber handeln Sie schnell:

Öffnen Sie alle Fenster und Türen. So strömt frische Luft nach, die Gaskonzentration im Haus oder der Wohnung sinkt.

Löschen Sie alle offenen Feuer wie Kerzen oder Zigaretten.

Drehen Sie den Gasabsperrhahn zu. Dieser befindet sich noch vor Ihrem Gaszähler, also in der Wohnung, dem Hausflur oder Keller. Häufig ist der Hebel zum Absperren gelb markiert.

Hände weg von allen elektrischen Schaltern und Geräten, ziehen Sie keine Stecker aus der Steckdose. Benutzen Sie Ihr Smartphone nicht solange Sie in der Wohnung sind. Funken könnten das Gas entzünden.

Informieren Sie Ihre Nachbarn und evakuieren Sie das Haus. Wichtig: Klopfen Sie! Auch die Klingel ist elektrisch.

Haben Sie und Ihre Hausmitbewohner das Gebäude verlassen, rufen Sie mit sicherem Abstand zum Gebäude die Feuerwehr (112). Die Feuerwehrkräfte messen die Gaskonzentration im Haus und verständigen den ortsansässigen Gasversorger, der das Leck sucht und die Leitung reparieren kann.

Ich habe kein Wasser mehr. Was kann ich tun?

Das kann mehrere Ursachen haben. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus leben, prüfen Sie zunächst, ob im Flur ein Aushang ist, der eine Wassersperrung ankündigt. Vielleicht haben Sie auch in den vergangenen Tagen eine Ankündigung Ihres lokalen Wasserversorgers bekommen, dass für einige Stunden das Wasser abgestellt wird. Wenn Sie nichts dergleichen finden und in Köln, Frechen oder Pulheim wohnen, melden Sie uns die Störung bitte direkt per Telefon an die 0221 34645-600*. Wir sind rund um die Uhr erreichbar.

Wenn die Wasserversorgung wieder hergestellt ist, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Nach der Versorgungsunterbrechung kann das Wasser kurzzeitig trüb sein. Lassen Sie das Wasser in diesem Fall kurz ablaufen.

Betätigen Sie auf keinen Fall zuerst den Druckspüler an der Toilette. Nehmen Sie den Druckspüler zum Schluss wieder in Betrieb.

Entlüften Sie vor dem Einschalten eines Durchlauferhitzers die Leitungen (Betriebsanleitung des Gerätes beachten).

*Über die Verwendung Ihrer Daten bei Störungsmeldungen informieren wir Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Was sollte ich während eines Stromausfalls beachten?

Diese Tipps helfen bei einem Stromausfall:

·       Halten Sie Kühl- und Gefriergeräte geschlossen. Vermeiden Sie unnötiges Öffnen von Kühl- und Gefriergeräten, damit Ihre Lebensmittel nicht verderben. (Ihr Kühlgerät hält die Kühlung ohne Energieversorgung eine Zeit lang aufrecht. Die genaue Dauer können Sie der Bedienungsanleitung des Gerätes entnehmen.)

·       Schalten Sie alle Elektrogeräte aus, vor allem die, die beim Wiedereinschalten eine Gefahr sein könnten, z. B. Herdplatten, Bügeleisen.

·       Schalten Sie eine Lampe ein, damit Sie sofort erkennen können, wann der Strom wieder da ist.

·       Stellen Sie nach der Unterbrechung Ihre Uhren neu.

 

Datenschutzhinweis: Über die Verwendung Ihrer Daten bei Störungsmeldungen informieren wir Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Was tun, wenn der Strom ausfällt?

Schritt 1: Sind andere auch betroffen?
Als erstes sollten Sie nun klären, ob nur Ihr Haus oder nur Ihre Wohnung betroffen sind. Leuchtet die Straßenbeleuchtung? Haben die Nachbarn in Ihrem Haus oder andere Häuser auch keinen Strom?

Falls Sie in einem Haus mit Aufzug leben: Funktioniert der Aufzug? Wenn der Aufzug fährt, dann liegt die Fehlerquelle in der Wohnung und ein Einsatz der RheinNetz ist nicht notwendig.

Wenn Sie sehen, dass der Strom in der ganzen Straße oder bei anderen Häusern ausgefallen ist, dann melden Sie sich bitte sofort bei uns:

Köln, Bornheim

Telefon: 0221 34645-600

Alfter, Frechen, Hürth, Königswinter, Langenfeld, Pulheim, Sankt Augustin, Wesseling

Telefon: 0800 4112244

Niederkassel

Telefon: 0800 6484848

Wachtberg

Telefon: 0228 3389988

 

Schritt 2: Betrifft der Stromausfall nur Ihre Wohnung oder nur Ihr Haus?
1.      Prüfen Sie den Sicherungskasten.
Sollte eine Sicherung draußen sein, deutet das darauf hin, dass ein Gerät an diesem Stromkreis defekt ist. Schalten Sie den Schutzschalter wieder ein. Springt er sofort wieder heraus, dann gibt es auf diesem Stromkreis einen Fehler. Legen Sie den Schalter nicht noch einmal hoch und ziehen einen Elektroinstallateur zu Rate.

2.      Hat Ihre Wohnung einen FI-Schutzschalter?
Im Ernstfall kann dieser Schalter den Stromfluss blitzartig unterbrechen und verhindert so lebensbedrohliche Gefahren. Prüfen Sie, ob der FI-Schutzschalter ausgelöst hat. Es gibt verschiedene Ausführungen dieser Schalter, die gängigste Variante sieht einem Leistungsschutzschalter ähnlich, ist aber deutlich breiter. Manchmal handelt es sich auch um Drehschalter. In einer Mietswohnung befindet sich der FI-Schutzschalter ggf. auch im Flur oder im Keller am Stromzähler selbst.

3.      Hat der FI-Schutzschalter ausgelöst, dann schalten Sie alle Leistungsschutzschalter aus, den FI-Schutzschalter wieder ein und schalten anschließend nacheinander die Leistungsschutzschalter ein. So können Sie den Stromkreis finden, in dem der Fehler liegt: Löst der FI-Schutzschalter wieder aus, lassen Sie den Leistungsschutzschalter dieses Stromkreises bitte ausgeschaltet und ziehen ggf. eine Elektrofachkraft hinzu.

4.      Befindet sich der Stromzähler im Keller?
Auch in diesem Fall gibt es oberhalb des Zählers Sicherungen, dabei handelt es sich meist um Schraubsicherungen. Durch das kleine Sichtfenster sollte man einen Knopf sehen. Ist er hinter das Glas gefallen, ist die Sicherung kaputt und muss von einem Elektroinstallateur repariert werden. Sicherungen kann es allerdings auch unter dem Stromzähler geben.

 

Schritt 3: Sind die Sicherungen im Hausanschlusskasten defekt?

Sollten die Sicherungen in Ihrem Hausanschlusskasten ausgelöst haben und eine Elektrofachkraft hat dies festgestellt, darf dieser nach Prüfung der gesamten Hausinstallation eigenständig wieder einschalten. Die Elektrofachkraft übernimmt die Verantwortung, dass sich die Anlage in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet. Die Sicherungen im Hausanschlusskasten gehören in den Verantwortungsbereich des Hauseigentümers, nicht der RheinNetz.

Sollte die Ursache für den Stromausfall nicht innerhalb der Hausanlage oder in Ihrer Wohnung zu finden sein, rufen Sie bitte ebenfalls bei uns unter den oben angegebenen Nummern an.

 

Schritt 4: Sind die Sicherungen im Hausanschlusskasten nicht defekt?
Sollten die Sicherungen im Hausanschlusskasten fehlerfrei funktionieren, beseitigt unser Entstördienst die Ursache für den Stromausfall. Wichtig für Sie zu wissen: Sofern die Ursache des Stromausfalls im Hausanschlusskasten oder davor liegt, ist der Reparaturservice kostenlos für Sie. Für Defekte innerhalb der Hausanlage beauftragen Sie bitte einen Elektroinstallateur.

Technische Netzdienstleistungen

mobiler Kabelmesswagen

Was ist ein Kabelmesswagen?

Die Kabelmesswagen der RheinNetz sind speziell ausgestattete Fahrzeuge, die modernste Mess- und Prüftechnik für Stromkabel mit sich führen. Damit können Kabelfehler schnell geortet, Leitungen geprüft und Zustandsanalysen durchgeführt werden - direkt vor Ort, ohne großen Aufwand.

Wann sollte ein Kabelmessdienst beauftragt werden?

Ein Kabelmessdienst ist sinnvoll bei:

  • Stromausfällen oder unerklärlichen Störungen im Netz
  • Neuverlegungen und Inbetriebnahmen von Kabeln
  • Wartung und wiederkehrender Prüfung von Kabelanlagen
  • Verdacht auf Isolations- oder Mantelfehler
  • Alterungsdiagnose bei Bestandsanlagen
Welche Kabel können geprüft werden?

Wir prüfen und messen:

  • Niederspannungskabel (NS)
  • Mittelspannungskabel (MS)
  • Steuer- und Signalkabel

Sowohl in Industrieanlagen als auch in öffentlichen Netzen oder auf Baustellen.

Wie lange dauert eine Kabelmessung vor Ort?

Die Dauer hängt vom Umfang ab – eine einzelne Fehlerortung kann oft in wenigen Stunden erfolgen. Komplexere Diagnosen, z. B. bei mehreren Kabelstrecken, dauern entsprechend länger. Gerne beraten wir Sie individuell.

Welche Technik ist im Kabelmesswagen enthalten?

Unsere Messwagen verfügen u. a. über:

- VLF-Hochspannungsprüfung
- TDR-Reflektometrie zur Fehlerortung
- Tonfrequenzanlagen zur Trassenortung
- Mantelfehlerortungssysteme
- Isolationswiderstandsmessung
- digitale Auswertung und Protokollierung

Alle Geräte entsprechen aktuellen VDE-Normen und Sicherheitsstandards.

Ist der Einsatz des Kabelmesswagens sicher für meine Anlage?

Ja. Unsere Messungen sind spannungsangepasst und normgerecht. Sie werden ausschließlich von zertifizierten Fachkräften durchgeführt, die Ihre Anlage schützen und die Messungen sicher handhaben.

Was kostet ein mobiler Kabelmessdienst?

Die Kosten richten sich nach Art und Umfang der Messung (z. B. Anzahl Kabelstrecken, Fehlerart, Anfahrtsweg). Wir arbeiten mit Festpreisen pro Stunde - transparent, fair und ohne versteckte Kosten.

Wie kurzfristig ist ein Einsatz möglich?

In dringenden Fällen, z. B. bei Stromausfall, können wir sehr kurzfristig reagieren - teilweise noch am selben Tag.

Erhalte ich ein Prüfprotokoll?

Ja. Nach jeder Messung erhalten Sie ein digitales, normgerechtes Prüfprotokoll mit allen relevanten Messwerten, Diagnosen und Empfehlungen - für Ihre Dokumentation oder Weiterverarbeitung.

Wie kann ich den mobilen Kabelmessdienst buchen?

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir machen Ihnen ein verbindliches Angebot.

Mittelspannungsstationen

Ab wann benötige ich eine Mittelspannungsstation?

Sobald Ihr Strombedarf über das hinausgeht, was über einen normalen Hausanschluss (Niederspannung, 400 V) gedeckt werden kann – typischerweise ab 150 kVA Anschlussleistung – ist eine eigene Mittelspannungsstation notwendig. Diese Grenze kann je nach Standort variieren. 
Wir beraten Sie gerne bei Ihrem individuellen Anliegen.

Welche Leistung erfordert eine Transformatorenstation konkret?

Wenn Sie z. B. mehrere Ladepunkte für E-Fahrzeuge, größere Maschinenparks, Kälte-/Klimaanlagen, Wärmepumpensysteme, Solarparks oder Rechenzentren betreiben, kann die benötigte Leistung schnell im Bereich von mehreren hundert kVA bis im MVA-Bereich liegen. Dann führt an einer Transformatorenstation (Trafostation) kein Weg vorbei.

Was macht eine Mittelspannungsstation überhaupt?

Eine Trafostation, egal ob als Kompaktstation (C-Station), kompakte Ortsnetzstation oder individuelle Gebäudestation, wandelt die vom Energieversorger gelieferte Mittelspannung (z. B. 10 kV oder 20 kV) in nutzbare Niederspannung (400 V) um, damit Sie Ihre Anlagen sicher und effizient betreiben können.

Was ist der Unterschied zwischen Trafostation, Transformatorenstation, Kompaktstation, C-Station und Gebäudestation?

Alle Begriffe beschreiben im Kern das Gleiche: Eine Station, die Mittelspannung in Niederspannung umwandelt.

Die Begriffe unterscheiden sich nur nach Bauform und Einsatzart:

  • Transformatorenstation / Trafostation: Allgemeiner Begriff für Mittelspannungsstationen.
  • Kompaktstation, auch C Station: Kompakte, nicht begehbare Variante für eine schnelle Aufstellung außerhalb von Gebäuden. C Stationen bieten wir auch speziell für den kurzfristigen Einsatz als mobile Variante an, zum Beispiel für große Baustellen oder für Veranstaltungsorte wie beispielsweise einer Kirmes oder Konzerte, etc.
  • Gebäudestation: Stationär integrierte Lösung, z. B. im Keller eines Neubaus oder als separates, begehbares Gebäude.
Wer ist für die Trafostation zuständig – ich oder der Netzbetreiber?

Der Betreiber der elektrischen Anlage, also in der Regel der Anschlussnehmer oder Eigentümer der Mittelspannungsstation, ist verantwortlich für deren sicheren und normgerechten Betrieb.

Pflichten des Betreibers:

  • Die Station muss jederzeit betriebssicher und technisch einwandfrei sein – inklusive Wartung, Inspektion und ggf. Störungsbehebung. Dies muss der Anlagenbetreiber gewährleisten.
  • Regelmäßige Prüfungen durchführen lassen. Nach DIN VDE 0105-100 ist die regelmäßige Prüfung elektrischer Anlagen Pflicht. In der Regel alle 4 Jahre oder nach Vorgabe des Netzbetreibers oder der Versicherung.
  • Zutritt nur für Fachpersonal. Eine Mittelspannungsstation darf nur durch Elektrofachkräfte oder elektrotechnisch unterwiesene Personen betreten und bedient werden.
  • Schalthandlungen dürfen nur von speziell ausgebildeten und benannten Mittelspannungsschaltberechtigten durchgeführt werden.
  • Die Vorgaben der Netzbetreiber müssen eingehalten werden. Dazu gehören neben den jeweiligen Netzspannungen, zum Beispiel auch die Anzapfungen der eingesetzten Transformatoren. Diese sind in der Regel in den jeweiligen technischen Anschlussbedingungen (TAB) festgehalten.
  • Die Station muss insgesamt alle technischen und betrieblichen Anforderungen des zuständigen Netzbetreibers erfüllen, z. B. Schutzkonzepte, Fernwirktechnik, Einspeisemanagement.
Was kostet eine Mittelspannungsstation?

Das hängt stark von der Ausführung ab – z. B. ob es sich um eine mobile C-Station zur Miete, eine kompakte Trafostation oder eine individuelle Gebäudestation handelt. Kaufpreise beginnen im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Wir erstellen Ihnen gerne ein passgenaues Angebot.

Wie lange dauert die Umsetzung einer Trafostation?

Von der ersten Planung bis zur Inbetriebnahme sollten Sie je nach Komplexität zwischen 8 und 52 Wochen rechnen. Temporäre Mietlösungen (C-Stationen) können teils schneller verfügbar sein.

Warum sollte ich dafür einen Experten beauftragen?

Jede Mittelspannungsstation muss exakt auf den Einsatz Ihrer Technik, den Schutzbedarf und die rechtlichen Vorgaben abgestimmt sein. Fehler können hier nicht nur teuer, sondern auch gefährlich werden.

Wir übernehmen die komplette technische Abwicklung – sicher, normgerecht und zukunftsorientiert.