Zum Hauptinhalt springen

Klimaschutz und Entwicklung

Unsere Projekte

Als Netzbetreiber für Köln und die rheinische Region wollen wir Verantwortung für unseren Teil des Energiesektors übernehmen. Deswegen engagieren wir und im Rahmen verschiedener Projekte für den Umwelt- und Klimaschutz. Dazu setzen wir auf innovative Technologien und digitalisieren unsere Netze fortlaufend.

NACHHALTIGKEIT IM HERZEN VON KÖLN SF6-freie Schaltanlagen in Köln

Als erster Netzbetreiber in Deutschland haben wir 2021 beschlossen, bei Neubau und Ersatz unserer gasisolierten Schaltanlagen (GIS) der 110-Kilovolt-Hochspannungsebene kein Schwefelhexafluorid (SF6) mehr einzusetzen. Die erste gasisolierte Schaltanlage, die ein alternatives Isoliergas mit geringerem Treibhauspotenzial als SF6 nutzt, wurde bereits in Betrieb genommen. SF6 wird seit den 60er-Jahren als Isoliergas in elektrischen Betriebsmitteln wie Schaltanlagen oder Trafostationen eingesetzt.

Durch die besseren technischen Eigenschaften von SF6 gegenüber der atmosphärischen Luft, haben gasisolierte Schaltanlagen deutlich weniger Platzbedarf. Demgegenüber steht die klimaschädliche Wirkung von SF6. Die Verwendung einer neuen Anlagengeneration mit alternativen Isoliergasen aus Fluornitril, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid weist jedoch ein gereingeres Treibhauspotenzial als SF6 auf. Diese alternativen Isoliergase werden künftig in unserem Netz eingesetzt.

VERBINDUNGEN, DIE ZÄHLEN Gut vernetzt – mit RheinNetz

Die Energie-, Mobilitäts- und Wärmewende erfordert digitalisierte Verteilnetze, um stabile elektrische Energieversorgungssysteme zu gewährleisten. Dazu wird in einem Pilotprojekt der Einsatz von Mess- und Übertragungstechnik in vierzehn Netzstationen erprobt. Die Pilotstationen wurden hierfür mit verschiedenen IKT-Konzepten ausgerüstet, um somit aus den Installations- und Betriebserfahrungen die Anforderungen an einen Standard einer digitalen Netzstation abzuleiten. Als Ergebnis werden ab 2023 alle neu installierten Netzstationen in Köln standardmäßig mit Messsystemen und Kommunikationsinfrastruktur ausgestattet. Die Echtzeit-Beobachtbarkeit der Nieder- und Mittelspannungsnetze ermöglicht ein Monitoring von Betriebsdaten für eine langfristige Strategie, Planung sowie Betrieb unserer Verteilnetze und setzt damit den Grundstein für ein digitalisiertes Smart Grid in Köln.

Ein Ladekabel steckt in einem weißen Auto.

ELEKTRISCH UNTERWEGS Mobil in Köln dank E-Mobilität

Auf den Kölner Straßen sind immer mehr Elektrofahrzeuge unterwegs. Wir arbeiten an intelligenten Lösungen, die alle Ladepunkte in unser Netz integrieren. In einem Pilotprojekt werden bestehende Niederspannungsnetze mit Sensorik (Spannungs- und Strommessungen) ausgerüstet und im Onlinebetrieb dauerhaft überwacht. Die Überwachung schafft Transparenz über die Netzzustände und kann helfen, den Netzausbau genauer zu bewerten. Falls bei der Netzzustandsüberwachung dennoch Grenzwertverletzungen festgestellt werden, lassen sich diese größtenteils durch die zeitliche Verschiebung bzw. Leistungsanpassung von Ladevorgängen vermeiden, ohne den Ladevorgang bemerkbar zu beeinflussen. Somit konnten wir bereits erste Erfahrungen im Bereich des Lade- und Lastmanagement sammeln.

Grünes H2 aus Blättern für Wasserstoff auf einer grünen Wiese vor blauem Himmel, daneben ein Baum

DIE MISCHUNG MACHT'S! Wasserstoff im Energiemix

Gemeinsam mit der GVG Rhein-Erft GmbH haben wir in Erftstadt-Niederberg, Borr und dem Gewerbegebiet in Friesheim in einem Pilotprojekt bis Ende 2023 Wasserstoff in das Erdgasnetz eingespeist. Erstmals in der Region wurde Wasserstoff (H

2

) zur Wärmeversorgung von Privathaushalten eingesetzt. Für die rund 100 Erdgaskunden hat sich während der Projektlaufzeit nichts geändert und der Betrieb aller Endgeräte mit dem Wasserstoff-Erdgas-Gemisch verlief über die gesamte Zeit reibungslos.